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Das Schweigen der Männer

Sie haben Ehefrauen, Schwestern, Mütter und Töchter – und doch reagieren viele Männer ­gereizt auf #MeToo. Weshalb so wenig Solidarität?

Männer sind beleidigt und sie sehen sich als Opfer: Solidarität sieht anders aus. Illustration: Luca Schenardi
Männer sind beleidigt und sie sehen sich als Opfer: Solidarität sieht anders aus. Illustration: Luca Schenardi

Dass sich das kleine Gartenhag-Zeichen mit dem simplen Vermerk MeToo derart hartnäckig halten würde, hätte vor einem Jahr wohl niemand gedacht. Nach Harvey Weinstein fielen die Mächtigen und Berühmten aus Hollywood, Politik und Wirtschaft wegen ihres ungebührlichen oder gewalttätigen Verhaltens Frauen gegenüber mitunter wie Domino-Steine. Die mit Furor lancierte Debatte verpuffte nicht wie die meisten Hashtag-Aufregungen im digitalen Nirwana, sie erhielt vielmehr stets neuen Auftrieb, seit nunmehr 12 Monaten.

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