Zum Hauptinhalt springen

Das Konzept «Junge Frau»

Endlich gleichberechtigt, verlangen sie jetzt eine Sonderbehandlung – aufgrund ihres Geschlechts.

Alle wollen sie derzeit haben: die junge Frau. Illustration: Julia Geiser
Alle wollen sie derzeit haben: die junge Frau. Illustration: Julia Geiser

Alle sind scharf auf sie. Wollen sie haben, sich mit ihr schmücken. Buhlen um sie, die junge Frau, so begehrt wie nie, wenn auch aus anderen Gründen als bisher: Sie verkörpert die Zukunft, denn die ist weiblich, auf T-Shirts prangen nicht mehr die Namen von Rockbands, sondern Mantras wie «Girls rule the World». Feminismus ist Trumpf, die Bewegung der Stunde, und machte die Förderung junger Frauen für Firmen zunächst zur Imagefrage und dann zum Gütesiegel: So wie man früher zwecks Eigen-PR Charity für Afrika betrieb, bieten Unternehmen heute unzählige Programme exklusiv für die Arbeitnehmerin an. «Diversity» nennt sich das, und beschränkt sich in der Regel auf die, die derzeit alle haben wollen: die junge Frau.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.