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«Das menschliche Leben wird zum simplen Produkt»

Bischof Felix Gmür über sexuelle Übergriffe in der Kirche, das Zölibat und das ­Geschäft mit der Suizidhilfe.

Catherine Boss, Simone Rau
«Man kann sexuelle Gefühle in eine andere Richtung lenken», sagt Bischof Felix Gmür. Bild: Philipp Rohner
«Man kann sexuelle Gefühle in eine andere Richtung lenken», sagt Bischof Felix Gmür. Bild: Philipp Rohner

Bei der katholischen Kirche haben sich seit 2010 283 Opfer von sexuellen Übergriffen gemeldet. Die Bischofskonferenz hat kürzlich entschieden, auch bei Erwachsenen in jedem Fall eine Anzeige zu machen, wenn die Umstände ein Offizialdelikt vermuten lassen. Wir treffen Felix Gmür, Bischof des Bistums Basel, in den altehrwürdigen Räumen des 353-jährigen Gebäudes des Bischof-Sitzes in Solothurn. In den Gängen sind für die Roratemesse Dutzende kleine Kerzen aufgestellt. Der Bischof erklärt, warum das Zölibat kein Grund für Übergriffe ist. Und weshalb er die Sterbehilfe ablehnt.

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