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Der Auto-Tune-Effekt spaltet die Musikwelt

Wenn Lo & Leduc oder Cher nicht mehr wie Menschen klingen, dann liegt es am beliebtesten Trick der Studiotechnik.

Ane Hebeisen
Stimmen wie aus der Blechbüchse: Erfolgsduo Lo & Leduc. Bild: Janosch Abel
Stimmen wie aus der Blechbüchse: Erfolgsduo Lo & Leduc. Bild: Janosch Abel

Ist das nun ein singender Sprachroboter, oder ist das noch ein Mensch? Diese Frage stellt sich, wer sich für heutige Popmusik im Speziellen und für Hip-Hop im Besonderen interessiert. Egal ob der Sprechsänger Bushido, der Latin-Darling Alvaro Soler oder Lo & ­Leduc im Hit «079»: In den Top Ten der aktuellen Schweizer Hitparade findet sich kein einziger Song mehr, der nicht auf jenen Effekt setzt, der die Gesangsstimme klingen lässt, als würde sie aus einem blechernen Roboter anstatt aus einem menschlichen Körper zu uns dringen. Der Effekt heisst Auto-Tune und wurde vom «Time»-Magazin unlängst zu den schlechtesten Erfindungen des 20. Jahrhunderts gewählt – notabene neben so schrecklichen Dingen wie der Chemiewaffe Agent Orange oder dem Vibrationsgurt zum ­Reduzieren des Bauchumfangs.

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