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Der grosse Bluff mit dem Sabbatical

Warum der Druck, ständig das Maximum aus der Zeit herauszuholen, schwer lastet.

Ich habe mir im Sommer sechs Wochen Auszeit gegönnt. Die Erkenntnis Nummer eins: So ein Mini-Sabbatical wirkt Wunder. Die Erkenntnis Nummer zwei: Wer nichts daraus macht, gerät in Erklärungsnot. Ja, so eine Pause schafft Erwartungshaltungen – bei sich selber und bei anderen. So lange frei? Da muss was Aussergewöhnliches passieren.

Das Umfeld fragt in der Regel wie aus der Pistole geschossen: «Wow – was stellst du mit der vielen freien Zeit an?» Das ist der Moment, in welchem man gern mit etwas Originellem auftrumpfen würde: mit dem Yogalehrer-Diplom in Kerala, einem Fereiwilligeneinsatz zur Rettung der Meeresschildkröten oder einem Sprachkurs auf Hawaii. In der intellektuellen Variante überrascht man das Vis-à-vis mit einem ­geheimnisvollen Buchprojekt. Ein Geschäftspartner bluffte mit einem Klosteraufenthalt, als ich ihn nach seinen Plänen für das Sabbatical fragte.

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