Die Luxusresidenzen des Bundes im Ausland
Allein für das Generalkonsulat in San Francisco zahlt die Schweiz 90'000 Franken Miete pro Monat.

Am Erkindik Boulevard in Bischkek, der Hauptstadt Kirgistans, ist der Asphalt löchrig. Hinter einem Betonbau steht ein rostiger Bauwagen. Freudlose Wohnsilos reihen sich im Quartier aneinander. Hier, in einem Hotelkomplex mit Fitnesscenter, ist die Schweiz eingemietet. Der Spassfaktor ist klein, die Kosten sind dafür niedrig: 542 Franken Miete bezahlt der Bund monatlich für die Räume, in denen 30 diplomatische Angestellte der Schweiz arbeiten.
Das Schnäppchen von Bischkek ist eine Ausnahme. In der Regel sind die Örtlichkeiten, in denen Schweizer Diplomaten wirken, ansehnlicher. Aber auch teurer: Letztes Jahr hat die Schweiz für angemietete Botschaftsgebäude, Konsulate und Residenzen 14,3 Millionen Franken ausgegeben. Satte 1,2 Millionen Franken bezahlt das Aussendepartement pro Monat für Mietrechnungen.


