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«Dieser ­Umgang mit der Schweiz ist nicht in Ordnung»

Bundesrat Alain Berset: «Ich würde mich als gläubig bezeichnen. Ich bin Katholik». Bild: Yvain Genevay (Foto)

Ab morgen sind Sie Bundespräsident. Was wünschen Sie dem Land?

Wir leben in einer Welt im schnellen Wandel. Wie stabil sind unsere Institutionen?

Sie wollen ja im Bundesrat eine Minirevolution einführen: eine Kaffeepause um 11 Uhr.

Was sagen Sie als neuer ­Bundespräsident dazu, dass die EU die Schweizer Börsenregeln nur für ein Jahr als gleichwertig anerkannt hat?

Was ist nun mit der ­Kohäsionsmilliarde? Muss der Bundesrat seine Zusage für die 1,3 Milliarden Franken zurückziehen?

Sie persönlich wollen der EU also die Ostmilliarde zahlen?

Neue bilaterale Abkommen sind aber nur möglich, wenn wir ein institutionelles Rahmen­abkommen mit der EU ­abschliessen. Viele wollen das nicht. Was meinen Sie, ­brauchen wir das Abkommen?

Doris Leuthard möchte eine grundlegende Europa-­Abstimmung. Ignazio Cassis schwebt die Schaffung eines Sekretariats für Europafragen vor. Wie beurteilen Sie die beiden Vorhaben, und welchen Vorschlag haben Sie?

Das Jahr 2017 war für Sie nicht nur erfolgreich: Im Herbst ging Ihre Altersreform bachab. Sind wir reformunfähig geworden?

Und woher nehmen Sie die Mittel dafür? Aus der ­Mehrwertsteuer oder von höheren Lohnabzügen?

Sie wollen alles kompensieren und erst noch die AHV länger als bei der Altersreform 2020 sichern. Wird jetzt also alles teurer?

Bei der Altersreform 2020 wurden ja die 70 Franken mehr AHV auch nicht geschluckt. Wäre eine Erhöhung der AHV-Renten für tiefe Einkommen nicht besser?

«Jetzt müssen sich alle die Zeit nehmen, die Vorlage als Ganzes zu analysieren»: Bundesrat Alain Berset spricht zu den Medien in Bern. (17. März 2017)
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund sieht in der Reform einen Tabu-Bruch und freut sich über die Stärkung der Stellung von Teilzeitbeschäftigten oder von älteren Arbeitslosen: SP-Ständerat und SGB-Präsident Paul Rechsteiner. (Archiv)
«Es gilt, das Rentenniveau zu garantieren sowie die Verluste zu kompensieren»: Bundesrat Alain Berset spricht im Nationalratssaal zur Altervorsorge-Reform.
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Themenwechsel: Der Bundesrat will, dass es verboten wird, jemanden unter die Burka zu zwingen. Hilft das im Umgang mit dem Islam?

Aber viele sehen Muslime und deren Werte als Bedrohung.

Die Bewertungen des Islam sind sehr unterschiedlich: Albert Rösti vergleicht ihn mit einer «Bestie», Christian Levrat meint, mit Demokratisierung könne der Islam als Religion anerkannt werden.

Verhüllte Touristinnen in der Schweiz: Die Regelung des öffentlichen Raums ist Sache der Kantone. (Archiv)
Der Bundesrat lehnt die Burka-Initiative ab und präsentierti n Bern einen Gegenvorschlag: Martin Dumermuth, Direktor Bundesamt für Justiz BJ, Bundesrätin Simonetta Sommaruga und Mario Gattiker, Staatssekretaer und Direktor Bundesamt fürMigration SEM (v. l.) während der MK. (20. Dezember 2017)
Unternehmer Nekkaz hat angekündigt, alle anfallenden Bussen zu bezahlen. Bis zum August 2016 hat es jedoch nur zwei Bussen gegeben.
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Sie sind also nicht für eine Bändigung des Islam?

Braucht es einen Religions­artikel, der die Rechte und Pflichten von Religionen und ihr Verhältnis zum Staat regelt, so wie das die CVP fordert?

Sind Sie ein religiöser Mensch?

Wie müssen wir uns ­Weihnachten bei Familie Berset ­vorstellen?

Erziehen Sie Ihre Kinder ­eigentlich religiös?