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«Es war, als ob ich eine Vision gehabt hätte. Wirklich extrem»

Nach Turbulenzen in der Luft heil angekommen beim Turnier in Indian Wells: Roger Federer. Foto: Keystone

Vier Autos waren nötig, um Sie und Ihre Entourage am kleinen Flughafen in der Nähe von Indian Wells abzu-­holen. Mit wie vielen Leuten sind ­Sie nach Kalifornien gekommen?

Sie kamen am vergangenen Sonntag an, als es in der Gegend ziemlich stürmte. Sie sollen bleich gewesen sein, als Sie das kleine Flugzeug verliessen . . .

Haben Sie in solchen Situationen manchmal Angst?

Kamen Sie direkt von Dubai?

Sie sind ja ein Pionier auf dem Gebiet, mit einer grossen Gruppe um die Tenniswelt zu reisen. Ist es für Ihre Familie schwieriger geworden, nachdem Sie ein halbes Jahr aussetzten?

Der erste Grand Slam: 2003 in Wimbledon feiern Roger und Mirka den ersten von 18 Titeln.
Hier hat alles begonnen: An den Olympischen Spielen in Sydney lernten sich Mirka und Roger 2000 kennen.
Erste Gratulantin: Den 18. Grand-Slam-Titel feiert Federer mit der Familie.
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Immer mit Familie?

«Ich finde es unglaublich interessant für die Kinder, dass sie die Welt sehen können.»

Muss Ihre Familie einen Preis dafür zahlen, dass Sie noch Tennis spielen?

Die Tennistour als eine Art ­Lebensschule für Ihre Kinder?

Könnte das Herumreisen mit der Familie Ihre Karriere verkürzen?

Überlegen Sie sich gelegentlich, welche Folgen es für Ihre Kinder haben könnte, mit einem Weltstar als Vater aufzuwachsen – im Guten wie im Schlechten?

Aber das merken sie doch, je länger, desto mehr.

Sie sind ein Weltstar in einer Zeit, in der soziale Medien omnipräsent und wichtiger denn je sind. Jeder hat sein Handy, jeder will Sie fotografieren. Was machen Sie da, um sich und Ihre Familie zu schützen? Sie sprechen jedenfalls auch über Ihre Kinder ziemlich offen.

«Ich kämpfe dafür, dass meine Kinder normal aufwachsen können.»

Haben Sie damit schon oft schlechte Erfahrungen gemacht?

Sie beklagen sich nicht?

Ihre Familie ist halt mit zwei Zwillingspärchen schon etwas Besonderes. Unterscheiden sich die Mädchen stark von den Buben?

Spielen Sie mit Ihren Jungs also auch anders als mit den Mädchen? Ballspiele, auch Federball, Pingpong?

Wechseln wir das Thema und sprechen noch einmal von Melbourne . . .

Sie starteten ziemlich verhalten und sagten nach zwei Runden, Sie müssten sich steigern.

Der Sieg gegen Kei Nishikori überraschte Sie dann weniger?

«Als ich in den Halbfinals stand, dachte ich erstmals: Wer weiss.»

Ab wann glaubten Sie, dass der 18. Grand-Slam-Titel möglich war?

Mit welchen Gefühlen gingen Sie zwei Tage später in den Final?

Als Sie im fünften Satz dann plötzlich 1:3 zurücklagen, glaubten viele nicht mehr an Sie. Was geschah dann?

Das Break zum 2:3 brachte dann auch die Wende.

Hatten Sie diesen Glauben und diese Gabe, befreit aufzuspielen in den wichtigen Momenten, in den voran­gegangenen Jahren etwas verloren? In den verlorenen Grand-Slam-Finals gegen Djokovic in Wimbledon 2014/15 und am US Open 2015 ­spielten Sie jedenfalls nicht so locker wie nun in Melbourne.

Also spielte auch in jenen Partien das Mentale eine entscheidende Rolle?

Sie hatten sich in den vergangenen Jahren so viele Chancen erspielt, dass es vielleicht einfach wieder einmal für Sie laufen musste . . .

Noch während des Endspiels in Melbourne kritisierte der frühere Wimbledonsieger Pat Cash, dass Sie vor dem fünften Satz den Platz verlassen hatten, um sich pflegen zu lassen. Das sei legaler Betrug, fand er. Nahm dies für Sie etwas vom Glanz?

«Tennis ist eben auch ­immer noch eine Show. Wenn einer nicht mehr spielen kann, ist die Show aus.»

Was ist Ihre Meinung?

Selbst bei Krämpfen?