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«Muslimische Mütter erziehen ihre Söhne zu Versagern»

Die ehemalige Femen-­Aktivistin Ramadani in Berlin: «Die musli­mischen Frauen sind die grössten Unterdrücker der Töchter.» Foto: M. Lengemann/Laif

Sie legen sich in Ihrem Buch mit allen an: mit der Politik, vor allem der linken, mit den Feministinnen, dem Feuilleton, dem konservativen Islam, den muslimischen Machos und deren Müttern. Brauchen Sie Polizeischutz?

Wer reagiert am heftigsten?

Wie sehen die Drohungen aus?

«Wäre ich Deutsche, würde man mich eine Nazi-Schlampe und eine Rassistin nennen.»

Haben Sie Angst?

Ist es besonders schlimm, dass Sie als Muslimin den Islam kritisieren?

Was haben Sie gegen Feministinnen? Sie waren doch einst Mitglied bei Femen.

«Sie sollten mal hören, wie viele Muslime über Westler sprechen. Das ist Pegida auf Türkisch.»

Sind Sie deshalb bei Femen ­ausgetreten?

Ihre Familie floh aus Maze­donien nach Deutschland, als Sie sieben Jahre alt waren. ­Während Ihr fortschrittlicher Vater ein neues Leben begann, verhärtete sich Ihre Mutter. Weshalb?

Und Ihre Mutter?

«Die Frauen sind die grössten Unterdrücker der Töchter.»

Die Frauen setzen fort, ­worunter sie einst selbst ­gelitten haben?

Die muslimischen Mütter kommen bei Ihnen ohnehin schlecht weg: Sie schreiben von einem fatalen ­«Söhnchenkult».

Sie schreiben, dass Sie gewisse Quartiere in Berlin meiden, ­Neukölln etwa: Sie würden dort als Freiwild betrachtet. Ist das nicht übertrieben?

«Das Kopftuch steht für Geschlechterapartheid. Wo immer der politische Islam Einzug hält, hält die Verhüllung der Frauen Einzug.»

Wehren Sie sich deshalb so vehement gegen das Kopftuch?

Das denken Muslime, die in der dritten Generation im Westen leben?

Trotzdem: Gläubige Musliminnen, die Kopftuch tragen, pochen auf ihr Selbstbestimmungsrecht.

Sie machen genau dieses Verständnis für den radikalisierten Islam verantwortlich. Ein gewagte These.

Sie gehen einen Schritt weiter: Sie machen den Islam für den Islamismus verantwortlich.