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Ein Rückfall in die Zeiten der Pesthysterie

Die Angst vor dem Coronavirus ist übertrieben. Die Abwehrmassnahmen stehen in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Gefahr

Illustration: Kornel Stadler
Illustration: Kornel Stadler

In seinem faszinierenden Buch «Die Pest zu London» schildert Robinson-Crusoe-Erfinder Daniel Defoe, wie der Pestepidemie von 1665 Tausende von Londoner Bürgern zum Opfer fallen. Zuerst wird die Ausweitung zu einer Epidemie verheimlicht. Dann greift Entsetzen um sich, Erkrankte werden zu Aussätzigen erklärt, Dienstboten und Tagelöhner verlieren ihre Arbeit, der Handel kommt zum Stillstand, die Schifffahrt zum Erliegen, Handwerker schliessen ihre Betriebe. Die Geschäftemacherei mit unwirksamen Arzneien blüht. Aus der friedlichen Stadt wird ein Ort der Massenhysterie, der Unkenntnis und des Aberglaubens.

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