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Überlastete Justiz: Täter entgehen Strafen

Zu viele Bagatellfälle, zu wenig Zeit für die Aufklärung schwerer Verbrechen: Staatsanwälte am Limit.

34'168 Fälle konnten 2017 erledigt werden: Eine kleine Statue der Justitia steht auf einem Richterpult. Bild: Keystone
34'168 Fälle konnten 2017 erledigt werden: Eine kleine Statue der Justitia steht auf einem Richterpult. Bild: Keystone

Als das Immobiliengeschäft bachab geht, greifen die beiden Männer zu illegalen Mitteln. Sie veruntreuen Gelder und betrügen. Bis sie der Polizei ins Netz gehen. Der erste Verdacht erhärtet sich, und so eröffnet der Freiburger Staatsanwalt ein Verfahren.

Zehn Jahre ist das her. Abgeschlossen ist der Fall bis heute nicht. «Die Liste pendenter Fälle wird immer länger, auch in anderen Kantonen», sagt Fabien Gasser, Präsident der Schweizerischen Staatsanwältekonferenz (SSK). «Es fehlt an personellen Ressourcen, um der hohen Zahl von Anzeigen gerecht zu werden.» Viele Staatsanwaltschaften seien am Limit. «Einige haben es schon überschritten und sind überlastet.»

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