Zum Hauptinhalt springen

Globuli-Medizin mit Nebenwirkung

US-Behörden warnen vor homöopathischen Mitteln beim Zahnen.

Felix Straumann
Homöopathie: Bei zahnenden Kindern ist Vorsicht geboten. Foto: Getty
Homöopathie: Bei zahnenden Kindern ist Vorsicht geboten. Foto: Getty

Homöopathie gilt bei Kritikern als Placebomedizin in Reinkultur. Dies weil die eingesetzten Arzneien so hoch verdünnt sind, dass sie rein statistisch gesehen kein einziges Wirkstoffmolekül enthalten. Doch jetzt warnt die amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) wegen Nebenwirkungen ausgerechnet vor homöopathischen Präparaten. Man staunt: Wie kann eine Arznei ohne Wirkstoffe solche unerwünschten Folgen haben? Konkret geht es um Gels und Tabletten gegen Zahnungsbeschwerden bei Säuglingen und Kleinkindern. Entsprechende Produkte könnten ein Risiko darstellen und sollten nicht verwendet werden, schreibt die FDA in einer Pressemitteilung. In den letzten Jahren seien immer wieder Nebenwirkungen nach der Anwendung homöopathischer Zahnungsprodukte gemeldet worden. Die US-Behörde fordert Eltern auf, sofort medizinische Hilfe zu suchen, wenn beim Kind nach der Anwendung von homöopathischen Zahnungsprodukten Symptome wie Krampfanfälle, Atemnot, Lethargie, Hautrötung, Muskelschwäche oder Unruhe auftreten. Gleichzeitig betont die FDA, dass bei den homöopathischen Zahnungsprodukten bis heute kein bewiesener Gesundheitsnutzen vorliege.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen