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Heilung für das gebrochene Herz

Die Uni Bern hat ein Selbsthilfeprogramm gegen den Trennungsschmerz entwickelt. Ob es tatsächlich funktioniert, können Betroffene nun testen.

Hilfe bei Trennungsschmerz. Foto: Shutterstock
Hilfe bei Trennungsschmerz. Foto: Shutterstock

Was ist schwieriger: wenn der geliebte Partner stirbt oder wenn er sich getrennt hat? Und was genau läuft in der Phase nach dem Beziehungsende ab? Das versucht das Institut für Psychologie an der Uni Bern gerade herauszufinden. «Bislang hat sich die Forschung fast ausschliesslich mit Trennungen durch Tod befasst. Wir möchten aber auch wissen, was bei Trauer nach Trennungen hilft», sagt der Projektleiter und Professor für klinische Psychologie Hansjörg Znoj. Die Studie «Selbsthilfe für Getrennte» rückt nun also erstmals die Trauer von Verlassenen in den Fokus, deren Trennung mindestens sechs Monate zurückliegt. «Wir Trauerforscher gehen davon aus, dass intensive Zustände mit Kummer und schlaflosen Nächten in den ersten Monaten nach einer Trennung völlig normal sind», sagt Hansjörg Znoj. Davor müsse man gar nicht erst eine Besserung erwarten. Wenn es aber nach sechs Monaten nicht langsam leichter werde, könne es sinnvoll sein, sich Hilfe zu holen.

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