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Jetzt ist Viola Amherd als Chefpilotin gefragt

Was bei der Beschaffung der F/A-18-Flotte versäumt wurde, darf sich nicht wiederholen.

Der Zustand der F/A-18-Flotte sorgt für Schlagzeilen – schon wieder. Risse, unerwartet langwierige Wartungen schränken die Luftwaffe in ihrem Einsatz ein. Die Instandhaltung der Hornets geht immer mehr ins Geld. Nun muss Verteidigungsministerin Viola Amherd dafür sorgen, dass sich dieses Szenario bei der Anschaffung des neuen Kampfjets nicht wiederholt.

Neue Erkenntnisse zeigen, dass bei der Evaluation der F/A-18 relevante Tests nicht vorgenommen wurden. Deshalb alterten die Jets schneller als erwartet. Zwar ist unklar, ob die aktuelle Misere der F/A-18 durch diese Tests hätte verhindert werden können. Der Schluss liegt aber nahe, denn die Verantwortlichen wussten, dass die Hornets stärker belastet werden würden, als vom Hersteller vorgesehen. Sie haben sie darum modifiziert und verstärkt.

Der Entscheid, dies bereits bei der Beschaffung zu tun – und nicht auf Ermüdungsschäden zu warten – kommt nicht von ungefähr. Er basiert auf wirtschaftlichen Überlegungen, denn Investitionen sind günstiger als Reparaturen. Die ausgebliebenen Tests hätten aber damals schon gezeigt, dass weitere Verstärkungen nötig sind. Zumindest ein Teil der nachträglichen Kosten wäre gar nicht angefallen.

Die Experten von damals konnten von den heutigen Simulationsmöglichkeiten nur träumen.

Die Beschaffung der F/A-18-Flotte geht in die 1990er-Jahre zurück. In eine Zeit, in der das entsprechende Rüstungsprogramm des Bundesrats noch auf der Schreibmaschine verfasst wurde. Die Experten von damals konnten von den heutigen Simulationsmöglichkeiten nur träumen.

Umso mehr steht die Verteidigungsministerin in der Pflicht, dass die Fehler aus der Vergangenheit auf den Tisch kommen und nicht unter den Teppich gekehrt werden. Nur so wird sie hohe Instandhaltungskosten beim künftigen Kampfjet verhindern – und das ist sie nach der F/A-18-Misere dem Steuerzahler schuldig.

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