Zum Hauptinhalt springen

Jetzt sorgen die Opfer des Lärms für Krach

Bis im April müssen Gemeinde- und Kantonsstrassen so saniert sein, dass Anwohner vor Lärm geschützt sind. Viele werden die Frist verpassen. Es drohen Schadenersatzklagen in Milliardenhöhe.

Matthias Zbären auf der Strasse in Horgen ZH, die ihn «permanent stört». Bild: Michele Limina
Matthias Zbären auf der Strasse in Horgen ZH, die ihn «permanent stört». Bild: Michele Limina

Die Aussicht wäre herrlich. Durch die grossen Fenster sieht Matthias Zbären von seinem Wohnzimmer aus direkt hinunter auf den Zürichsee. «Trotzdem komme ich hier nicht zur Ruhe», sagt der ehemalige Devisenhändler. «Der Lärm von der Strasse stört permanent.»

Lastwagen, Personenwagen, Postautos – zehn Meter hinter dem Haus in Horgen rauscht auf der Zugerstrasse alle paar Sekunden ein Fahrzeug vorbei. «Seit 15 Jahren setze ich mich dafür ein, dass diese Stelle lärmsaniert wird, zum Beispiel mit einer Schutzwand», sagt Zbären. Die Behörden hätten immer wieder Anpassungen angekündigt. «Aber passiert ist bis heute nichts.» Jetzt hat der 58-Jährige genug. «Im nächsten Jahr werde ich klagen.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.