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Jungs lieben den Störenfried im Unterricht

Donald Trumps archaischer Führungsstil elektrisiert viele Manager. Das kennen wir doch von der Schule.

MeinungKarin Kofler
Daumen hoch! Donald Trump kommt erschreckend gut an. Auch am diesjährigen WEF in Davos. Foto: Jonathan Ernst (Reuters)
Daumen hoch! Donald Trump kommt erschreckend gut an. Auch am diesjährigen WEF in Davos. Foto: Jonathan Ernst (Reuters)

Es überrascht nicht, dass Donald Trump dem ganzen Nachhaltigkeitsmotto, unter dem das WEF dieses Jahr stand, die kalte Schulter zeigte und zum 50. Jubiläum des Forums eine Laudatio auf sich selber hielt. Der US-­Präsident hat ja schon manchen Anlass gecrasht.

Irritierend ist vielmehr, wie wenig Kritik sein uninspirierter Auftritt, der in keiner Relation zum Aufwand stand, hierzulande auslöste. Laut meinem Kollegen, der aus Davos berichtete, war ein grosser Teil der WEF-Teilnehmer insgeheim sogar froh, dass Trump sich ums Thema Klima foutierte, weil sie dieses langsam sowieso satt und Greta Thunberg nie ernst genommen hätten. Ich fürchte, er liegt richtig und psychologisiere hier noch etwas weiter. Bei Männern in Machtpositionen kommen Mr. President’s krude Auftritte deutlich besser an als bei ihren weiblichen Pendants. Das entnehme ich jedenfalls meinen Gesprächen mit Wirtschaftsleuten.

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