«Das Streben nach immer mehr ist anscheinend nötig»

Die Reaktionen der Leser.

«Aber was wäre, wenn alle Menschen, die eine Million haben, aufhörten, nach mehr zu streben?», so lautet die Meinung eines Lesers. Bild: Norman Konrad

«Aber was wäre, wenn alle Menschen, die eine Million haben, aufhörten, nach mehr zu streben?», so lautet die Meinung eines Lesers. Bild: Norman Konrad

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«Trotz Morddrohung gab Facebook keine Daten heraus»
SonntagsZeitung vom 06. Januar 2019

Bin zwar ein «alter, weisser Mann», wie von Jolanda Spiess-Hegglin so messerscharf beschrieben, aber nicht besonders wütend. Im Gegenteil: Bin normalerweise zufrieden wie ein Schnitzel. Dass Jolanda Spiess-Hegglin nun den alten, weissen Mann als typischen Beschimpfer und Wutbürger im Netz zu identifizieren meint, ist hingegen schon ein tüchtiges Stück Rentnerdiskriminierung.
Markus Poltera, Bad Ragaz SG

Bürgerlicher Grossangriff auf die Entwicklungshilfe Sonntagszeitung vom 6. Januar 2019

Rechtsbürgerlichen Parlamentariern sind Volumen und Ausrichtung der öffentlichen Entwicklungshilfe der Schweiz schon lange ein Dorn im Auge. Dass sich auch bei Politikerinnen und Politikern bis weit in die Mitte Unzufriedenheit breitmacht, ist aber relativ neu. Und alle behaupten, sie verträten ein in der Bevölkerung weitverbreitetes Unbehagen. Vergessen wir nicht: Es ist Wahljahr. Und da hat manch einer/eine das Gefühl, er/sie müsse sich mit einem Thema profilieren, das den Stimmbürgern vermeintlich unter den Nägeln brennt (was übrigens noch zu beweisen wäre). Die Entwicklungshilfe scheint dabei ein «dankbares» Sujet abzugeben, vor allem, weil man damit relativ einfach eigennützige innenpolitische Interessen gegen internationale Solidarität und globale Mitverantwortung ausspielen kann.
François Rohner, Münsingen BE

Jedes Land hat seine Kultur und derer Künstler die schaffen Kunst, ohne Millionen Gelder, die die Deza jährlich ausgibt. Auch in der Schweiz werden die wenigsten Künstler so grosszügig unterstützt, echte Kunst entsteht auch ohne grossartige Unterstützung. Das Geld gehört dorthin wo es die Armut gibt, in Länder wo die Kinder auf der Strasse ihr Leben wie Ratten verbringen, wo sie Arbeit leisten für ein paar Rappen, die lebensunwürdig vegetieren. Der Film «Capernaum – Stadt der Hoffnung» zeigt, was Armut heisst, wo ein 12-jähriger Bube für die kinderreiche Familie als einziger unter jeder Beschreibung wie ein Sklave arbeitet. Das allerwichtigste an Entwicklungshilfe wäre, endlich Leute in Länder zu schicken, die sich einsetzen Aufklärungsarbeit in Geburtenregelung zu leisten, das ist nebst Krieg das grösste Elend und Armut, Kinder auf die Welt zu setzen, die nie eine Zukunft haben, die von den Eltern nicht versorgt werden können. Auch mit Milliarden ist den Menschen ohne Bildung nicht geholfen, sie werden mit etwas mehr Essen nur vorüber etwas satter, sie brauchen Unterstützung, um sich selbst am Leben erhalten zu können. Weniger Kinder, weniger Armut. Es ist ein Hohn, wenn es stimmt, dass die Herren der Deza so verschwenderisch mit Spesengelder um sich schlagen. Es sind die falschen Leute an der Arbeit, ohne Empathie, so etwas kennt man leider zu genüge, ich bezweifle diese Anschuldigung nicht. Die Entwicklungshilfe Milliarden wären gut eingesetzt, wenn ein Bevölkerungsstopp angestrebt würde, nur so ist dem Elend beizukommen.
Beatrice Landert, Zollikerberg ZH

Wenn der Pflege keine Zeit für die Zähne bleibt SonntagsZeitung vom 6. Januar 2019

Es hat mich immer sehr erstaunt, dass wir hier in der Schweiz keine bessere Kontrollinstitution haben, welche die Altersheime ohne Vorankündigung überprüft. Es wird immer gesagt, dass nicht genug Personal vorhanden sei. Das mag ja sein, aber dennoch wird den alten Leuten eine Pflegestufe abgerechnet, welche auch die Pflegezeit und andere Leistungen beinhaltet. Wirklich nachvollziehbar ist das Ganze leider nicht.
Berna Öz, Eglisau ZH

Es ist eine Schande für unser reiches Land, lesen zu müssen, was mit den Betagten in Heimen in ihrer letzten Lebensphase betreffend Mundhygiene passiert. Dass alte Menschen, die in ihrem langen Leben wohl an die Tausende Franken für ihre Zähne ausgegeben haben, heute aber nicht mehr in der Lage sind, Mundhygiene selbst durchzuführen, solches erleben müssen! Zähne putzen gehört zur täglichen Körperpflege wie alles andere auch. Nicht nur wird in den Heimen am Personal gespart, es gibt leider – nebst vielen engagierten – auch zu viele schlecht Ausgebildete und solche, die einfach ihren Job machen, was schlicht nicht reicht. Altenpflege ist eine Aufgabe und kein Job. Ich glaube, dass einige von der Pflege speziell dafür instruiert werden müssten, von Zahnärzten zum Beispiel, wie eine zufriedenstellende Zahnhygiene auch in den Heimen erreicht werden kann.
Trudy Vollmeier, Zürich

Die Autorin stellt sich die Zahnpflege im Pflegeheim schon etwas einfach vor. Als Pflegefachfrau weiss ich, dass die Zähne einer hilfsbedürftigen Person nie in drei Minuten geputzt sind. Vor allem bei dementen Menschen ist die Zahnpflege oft eine heikle Angelegenheit, nicht selten empfinden diese die Situation als bedrohlich. Dann braucht die Pflegeperson Geduld, Geschick und eben viel Zeit, um zielführend zu arbeiten.
Ruth Stucky, Kriens LU

Der Artikel wurde mit grossem Interesse gelesen. Wenn man über 85 Jahre alt ist, macht man sich auch Gedanken, was auf einen zukommen kann. Bis jetzt noch nie an dieses Thema gedacht. Bin Ihnen dankbar, dass wir alten Menschen uns vorbereiten können, sollte es nötig werden, diese wichtige Sache mit der Zahnpflege nicht zu vergessen. Die Pflegerinnen und Pfleger geben sich bestimmt Mühe, gute Arbeit zu leisten, aber der Zeitdruck ist für diese guten Geister enorm.
Werner Raulf, Arlesheim BL

Ich frage mich, ob sich die Autorin bewusst ist, was sie mit ihren negativen Schlagzeilen auslöst. Die Pflegenden in Alters- und Pflegeheime werden einmal mehr in ein schlechtes Licht gerückt, vielleicht hat bald niemand mehr Interesse den Pflegeberuf auszuüben. Wissen Nachrichtenredakteurinnen wie die Autorin überhaupt, wie es im Pflegealltag eines Heims abläuft? Wenn nicht, sollte sie mal ein paar Tage in einer Langzeitinstitution mitarbeiten. Ich kenne viele Menschen, die ihren letzten Lebensabschnitt in Heimen verbringen und ich weiss, dass ganz viele keine Mundpflege zulassen. Die Pflegenden müssen das respektieren, sie dürfen keine Gewalt anwenden um jemanden die Zähne oder die Prothese zu reinigen. Die von der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft unter der Leitung von Herrn Menghini erarbeitete Anleitung zur zahnmedizinischen Betreuung in Pflegeheimen ist ein gutes Arbeitsinstrument. Da sind Profis am Werk, die sich fundiert und seriös mit der Thematik auseinandersetzen und die tatsächliche Problematik in den Heimen kennen.
Markus Thalmann, Rothenburg LU

Bund sucht Einheits-Krankenkasse für Asylsuchende SonntagsZeitung vom 6. Januar 2019

Was, wenn keine Krankenkasse «anbeisst»? Mir schwebt vor, dass der Bund für alle Asylsuchenden die Kosten ohne Rückversicherung selber übernimmt. Dies zum Beispiel während einer Versuchsphase von fünf Jahren. Wenn man bedenkt, dass der Bund auch bei einer Krankenkasse die Franchisen und sämtliche Selbstbehalte so oder so übernehmen muss, wäre das finanziell vielleicht gar nicht teurer als über eine Kasse zu versichern. Noch wichtiger dabei aber wäre mir, dass es volle Transparenz gibt über sämtliche Krankheitskosten, welche Asylsuchende in der Schweiz verursachen. Jetzt wird gemutmasst, und Spekulationen sind Tür und Tor geöffnet. Wenn sich herausstellt, dass Asylsuchende ein kleines «Krankenrisiko» darstellen, werden sich die Krankenkassen vielleicht um dieses Kundensegment streiten. Anders bei schlechtem Risikoverlauf. Dann aber wissen wir wenigstens, was uns Steuerzahler das Kranksein der Asylbewerber kostet.
Markus Schlatter, Hemmental SH

Wer in der Schweiz geboren ist, bezahlt ab diesem Datum die Prämie für die Krankenkasse. Da die Leistungsbezüge bis zum 25. Lebensjahr sehr gering sind, öffnet sich ein Krankenkassen-Kapital von ca. 60'000 Franken. Dem Asylsuchenden und Immigranten fehlt dieser Sockelbetrag. Aus dieser Sicht spielt eine günstige Monatsprämie mittels einer Einheitskasse eine untergeordnete Rolle. Es fehlt der Sockelbetrag (auch Solidaritätsbetrag bezeichnet). Und das wissen die Krankenversicherer.
Andreas Achermann, Luzern

UNO-Schulbücher verherrlichen Terroristen SonntagsZeitung vom 6. Januar 2019

Eine Seite weiter lese ich, es gebe in den Pflegeheimen keine Zeit, sich um Zahnhygiene zu kümmern. Die älteren Menschen und die AHV haben offenbar keinen Vorrang, das Geld wird lieber nach Afrika oder in den Nahen Osten geschickt. Noch eine Seite weiter lese ich, wohin das Geld unter anderem auch fliesst: in Schulbücher, die Gewalt und Terrorismus verherrlichen. Diese 27 Millionen im Jahr könnten in der Altenpflege bestimmt Sinnvolleres bewirken.
Susanna Eberle, Wald ZH

Die ersten Schuljahre sind bekanntlich die wichtigsten für die Bildung der Kinder. Wenn sie also später in die Sekundarschule oder auf die Universitäten kommen, sind wir Christen als Feinde programmiert. Bundesrat Berset will dennoch weiter Palästinenser-Schulen unterstützen, die spätere Terroristen ausbilden. Wie kann man nur so weltfremd sein?
Mengia Willimann, Luzern

Sei gefälligst glücklich! SonntagsZeitung vom 6. Januar 2019

Es ist doch eine Illusion, zu glauben, dass Glück ein Dauerzustand ist und dass diese sogenannten «Chief Happiness Officer» uns vor repetitiven, monotonen und langweiligen Computerarbeiten schützen. Sofern wir nicht angefressene Computerfreaks sind und die Informatik lieben, wird es für Normalbürger in dieser digitalen Welt doch immer schwieriger zu überleben. Also erfindet man einen neuen Beruf: Wie kann ich in dieser so kühlen und unmenschlichen Arbeitswelt einen Sinn sehen? Abermillionen Angestellte wissen nicht genau, was sie eigentlich acht Stunden am Tag tun. Das ist doch unsere Realität, die ist gar nicht ideal – und am wenigsten ein Glückszustand.
Susanna Geser, Biel BE

Selbst wenn diese Ausgabe jene vom 1. April wäre, müsste man die Geschichte vom «Chief Happiness Officer» für einen schlechten Scherz halten. Es ist unfassbar, was gelangweilten Personalern, unfähigen Managern und übereifrigen Psychologen ins Gehirn schleicht. Es ist Zeit, dass sich Vorgesetzte um ihre Mitarbeitenden kümmern. Zum Beispiel, indem sie ihnen auch mal zuhören, ihnen Verantwortung übertragen und ganz generell ihre Verantwortung gegenüber den Menschen wahrnehmen. Dann tun alle, wofür sie angestellt sind: sinnvolle Arbeit verrichten.
Ernst Menet, Lyss BE

Erstaunt über den Artikel, aber eigentlich nicht überrascht. Mit einem Augenzwinkern kann ich dazu nur sagen: Egal wie fröhlich ihr seid, Michel ist Fröhlicher.
Michel Fröhlicher, Bassersdorf ZH

Toll, dass du da bist! SonntagsZeitung vom 6. Januar 2019

Vielen Dank für den netten Artikel zum Loben in Partnerschaften. Ich habe ihn mit grossen Freuden meiner Frau vorgelesen, weil er so positiv, ehrlich und aus dem Leben gegriffen ist.
Oliver van der Waerden, Scherzingen TG

Die inneren Werte Sonntagszeitung vom 6. Januar 2019

Die Verwertung möglichst des ganzen Tieres als Nahrungsmittel ist eine unzulässige Beruhigung unserer Schuldgefühle den verspeisten Tieren gegenüber und tierethisch besonders bedenklich. Es macht den Tierkonsum rentabler und damit auch den Fleischpreis günstiger. Animiert also zu noch mehr Fleischkonsum.
Renato Werndli, Eichberg SG

Es ist stossend, dass noch solche Artikel über den Fleischkonsum publiziert werden. Es sollte längst klar sein, dass unser Konsum tierischer Produkte höchst problematisch ist, aber keinesfalls dilemmatisch. Denn wir Menschen haben die Entscheidungskraft, aus dem Kreislauf «Fressen und Gefressen werden» endlich auszubrechen.
Robert Rauschmeier, Volketswil ZH

«Glück in der Liebe zu suchen, ist der beste Weg ins Unglück» SonntagsZeitung vom 06. Januar 2019

Dass die «SonntagsZeitung» Herrn Schmid zwei Seiten einräumt für seine zum Teil nichtssagenden oder altbekannten Äusserungen und Ansichten (er möchte 500 Jahre alt werden), bleibt mir ein Rätsel. Vor ein paar Jahren erhielt ich das kleine erwähnte Büchlein der Gelassenheit und kam zum Schluss: Es ist ein Zusammenzug diverser Fachliteratur, gespickt mit unendlich vielen Füllsätzen ohne neue Erkenntnis und teils kruden Anmerkungen, wie zum Beispiel der Umgang mit Schmerzen. Seite 61: «den Schmerz annehmen, sich mit ihm befreunden, der Vorteil dieses Eigentums ist, das niemand es mir neidet.» Die Auflage dieses Büchlein von 1,5 Millionen zeigt mir vor allem, dass in unserer zum Teil auch selbstauferlegten Hektik nach Auswegen gesucht wird und nicht, dass das Büchlein von Herrn Schmid neue Erkenntnis bringt. Ausserdem vermisse ich das Register mit Angaben aus welcher Literatur und Studien die gemachten Aussagen stammen, welche in dem Büchlein den Anschein erwecken, sie seien dem Scharfblick des Autors zuzuschreiben. Dann wäre jedoch aus dem Büchlein ein Buch geworden. Mein Grundsatz zur Entschleunigung ist jener, dass ich mir die Ziele und täglichen Arbeiten öfter mal tiefer lege und sie dadurch erreiche, was ein angenehmes Gefühl mit sich bringt. Aber wenn ich zum Beispiel eine alleinerziehende Mutter wäre, die Zahlung der Alimente stockt und ich einer schlecht entlohnten, anstrengenden Arbeit nachgehen müsste, bringt mir ein solcher (mein) Grundsatz und die Sprüche und Parabeln von Herrn Schmid nichts. Will sagen, solche Bücher mit Vorschlägen zur Entschleunigung gibt es unzählige und sie sind überwiegend für Menschen, die es sich einrichten können oder könnten.
Sylvia Dängeli, Winterthur ZH

Philosoph Wilhem Schmid vertritt die Meinung, eine Million reicht «um glücklich zu sein». Diese Erkenntnis könnte Grundlage sein, für einen guten Weg in die Zukunft der Menschheit. Aber was wäre, wenn alle Menschen, die eine Million haben, aufhörten, nach mehr zu streben? Zum Beispiel der Chirurg, der Zahnarzt, der Architekt? In der Wirtschaft bestimmt immer mehr das Prinzip «The Winner takes it all». Etwas abgeschwächt geht es um Konditionierung. Ein Krankenhaus muss eine bestimmte Zahl typischer Operationen durchführen, sonst verliert es die entsprechende Zulassung. Vom Spitzen-Sport oder von der Digitalisierung gar nicht zu reden. Zwei politische Beispiele zeigen, dass das (eigentlich verrückte) Streben nach immer mehr, anscheinend nötig ist. Der Ostblock verlor die Konkurrenzfähigkeit, weil er durch komplette soziale Sicherung, den Unternehmergeist erstickte. Afrika fehlt die wirtschaftliche Prosperität, auch deshalb, weil dort der Erfolgreiche oft überproportional mit der Grossfamilie teilen muss. Für den eingangs erwähnten guten Weg sind daher noch weitere Überlegungen zum Thema und Glück und gesellschaftliche Verantwortung nötig.
Gernot Gwehenberger, Dornach SO

Sterben mit Klasse Sonntagszeitung vom 6. Januar 2019

Frau Funiciello vermeidet Gedanken über den unmässigen Bevölkerungszuwachs in der Schweiz. Wir heutigen Senioren wuchsen mit 4 Millionen Einwohnern, fünfstelligen Zürcher-Autonummern und spielfreien Quartierstrassen auf. Die heutigen Verhältnisse mit bald neun Millionen Menschen, mit den anhaltenden Zuwanderungen und den permanent schwindenden Freiräumen sind für «Alt-Bürger» längst unerträglich und Anlass, über die weitere Zukunft unseres Landes offen nachzudenken. Unsere erste Pflicht und Planung gilt dem Wohl der eigenen Kinder. Dem hat jede Partei-Politik im Sinne unserer Eidgenössischen Bundesverfassung zuzustimmen. Ebenso «allpolitisches» Faktum ist, dass der Kleinstaat Schweiz seinen ethischen Grundsätzen im Aufnehmen Fremdländischer seit 80 Jahren im grösstmöglichen Umfang entsprochen hat. Dem dürfte auch die Schweiz-kritische Frau Funiciello beipflichten.
Ernst Dünnenberger, Au SG

Gegen digitale Frauenhasser helfen altbewährte Mittel SonntagsZeitung vom 6. Januar 2019

Ich habe mich gefragt, warum manche Männer so wenig Respekt vor Frauen haben, dass sie ihnen so furchtbare Dinge antun oder schweigend tolerieren. Frau Hauser gibt im Artikel gleich selber Antwort auf diese Frage. Zitat: «Hauser wundert sich dann, dass seltene Berggorillas bei Hilfszahlungen eher bedacht werden als vergewaltigte Frauen.» So wie sie gegenüber einer anderen Art wenig Respekt zeigt, haben gewisse Männer gegenüber dem weiblichen Geschlechts wenig Achtung. Mir scheint es hier Parallelen zu geben. Antrieb wie Rücksichtslosigkeit haben viele Facetten. Für die einen ist es Geld, für andere, Sex. Viele Menschen denken offenbar, dass eine Spezies die durch Quälen und Tötung am Rande der Ausrottung steht, mehr Schutz (Spendengelder) benötigt als eine Tierart, die aus unterschiedlichen Gründen leidet. Auch wenn es die eigene ist. Mein Wunsch für die Zukunft: Allen Aktivisten, genug Geld um die Folgen vergangener Respektlosigkeiten zu bewältigen. Uns Menschen, Achtung und Respekt für alle Lebewesen.
David Weber, Zofingen AG

70 Prozent befürworten Ökosteuer Sonntagszeitung vom 6. Januar 2019

Der Flugverkehr sollte den anderen Verkehrsträgern gleichgestellt werden. Die derzeit niedrigen Preise sind möglich durch einseitige Steuerbefreiungen, zum Beispiel von der Mineralöl- und der Mehrwertsteuer. Die Preise spiegeln die Umweltkosten nicht wider, ganz im Gegenteil wird der Flugverkehrssektor staatlich subventioniert. Zurzeit werden die sozialen und ökologischen Folgekosten des Flugverkehrs von der Gesellschaft getragen. Diese Kosten sollten in die Flugpreise internalisiert werden, um das Verursacherprinzip durchzusetzen. Steuern und Abgaben im Flugverkehr unterstützen die Erfüllung der Verpflichtungen des Kyoto-Protokolls, indem sie zur Umsetzung der drei oben genannten Strategien beitragen. Die Einnahmen aus Steuern und Abgaben im Flugverkehr können für die Reduktion anderer Steuern (zum Beispiel Besteuerung von Arbeit) und/oder die Finanzierung von Umweltschutzmassnahmen oder Effizienzsteigerungen genutzt werden.
Alex Schneider, Küttigen AG

(SonntagsZeitung)

Erstellt: 12.01.2019, 23:42 Uhr

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