«Konsumenten lassen sich von der verlogenen Werbung einlullen»

Die Reaktionen der Leserinnen und Leser.

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Hier fnden Sie die Leserbriefe in der Zeitung (Seite als PDF).

Skandalöse Zustände auf Schweizer Höfen
Schon eine Schande was da in der Schweiz passiert. Nicht nur, dass die Bauern uns vergiften mit Düngemittel die verboten gehören, uns immun machen mit höchsten Abgaben von Antibiotika, sie quälen und plagen auch ihre Tiere. Dafür werden sie mit Steuergeldern hoch bezahlt und auch jahrelang kontrolliert und alle sehen diese weit verbreiteten Qualhaltungen, aber nichts passiert. Weil alle kassieren: Diese Tierquäler-Bauern, die Behörden, die Tierärzte usw. alle wollen sie uns weismachen, dass sie alles für das Tierwohl und für die Gesundheit der Konsumenten tun. Alles gelogen. Und wenn man dem zuständigen Bundesrat Berset schreibt, er soll endlich etwas dagegen tun, erhält man ein vorgefertigtes Schreiben mit den Bla-Bla-Sätzen die Kantone seien selber verantwortlich und er macht einem klar, dass er sich lieber mit Filmfestivals, positiven Medienmitteilungen über jedes seiner Aufregerli mehr interessiert als fürs Tierwohl.
Mengia Willimann, Luzern

Polit-Rentner kosten über 29 Millionen Franken
Es ist ein Trauerspiel, wieviel die Polit-Rentner nach dem Ausscheiden erhalten. Jeder Arbeitnehmer muss nach dem Austritt aus einer Firma eine neue Stelle annehmen. Und viele Politiker erhalten Angebote nur, um Lobbying zu betreiben oder die Connections aus der Politik in die Firma einzubringen. Diese Zustände müssen unbedingt gestoppt werden, und zwar bald. Auch sind viele Leistungen von Politikern nicht genügend. Im Februar war ich zufrieden, als Alt-Bundesrat Johann Schneider-Ammann verkündete, er verzichte auf ein Ruhegehalt. Das war scheinbar auch nicht ehrlich.
Hans-Ulrich Wanzenried, Zürich

Bei diesem Wetter wird der Mensch zum Hitzkopf
Ihre Autoren haben unter anderem geschrieben, dass Hunde mit extrem dickem Fell geschoren werden sollen. Dies ist eine völlig falsche Sichtweise. Langhaarige oder welche mit «dickem Fell» sind von der Natur so ausgestattet und dient sowohl im Sommer als auch im Winter zum Temperaturausgleich. Geschorene Hunde haben diesen Schutz nicht mehr, kollabieren darum schneller und bekommen Sonnenbrand. Der natürliche Hitzeausgleich erfolgt über die Zunge und die Pfoten. Hunde ziehen sich instinktiv in den Schatten oder in die Kühle zurück, wenn man sie lässt. Es gibt viel gute Artikel über den Unsinn des Scherens von langhaarigen Hunden, um sie angeblich in der heissen Jahreszeit zu entlasten. Ich besitze selber zwei langhaarige Hütehunde und weiss, wovon ich rede.
Dörte Steinauer, Zug

AHV: Berset bekommt wohl 700 Millionen für Frauen
Als ehemaliger Vorsorgefachmann kann ich nicht verstehen, warum Bundesrat Berset 700 Millionen Franken zur Abfederung der Erhöhung des Frauenrentenalters auf Kosten der Steuerzahler ausgeben will. Durch eine einfache Anpassung der 2. Säule an den geänderten Arbeitsmarkt könnten alle im Teilzeitbereich tätigen Frauen in den Genuss einer Altersrente kommen. Diese Variante würde den Steuerzahler nichts kosten und hätte für diese Versicherten eine höhere Kompensation ihrer heutigen Leistungen zur Folge.
Heinz Meister, Laufen BL

Der Kapitänin droht mehrjährige Haft
Sollten Politiker wie Matteo Salvini auf europäischer Ebene tatsächlich irgendwann eine Mehrheit bekommen, spätestens dann ist die Idee des Kontinents tot. Menschen, welche andere vor dem Ertrinken retten, dürfen mittlerweile ohne Aufschrei als Verbrecher bezeichnet und behandelt werden und dies mitten in Europa. Soweit ist Europa mittlerweile gekommen. Es ist beschämend. Genauso beschämend ist jedoch die Flüchtlingspolitik, welche die Europäische Union verfolgt; eine Bankrotterklärung an die Humanität. Solidarität der verschiedenen Nationalstaaten in Europa absolute Fehlanzeige. Ich bin mir bewusst, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Den Kopf in den Sand zu stecken aber, ist definitiv keine nachhaltige Strategie. Eine Krux, die Populisten wie Salvini überhaupt stark gemacht hat. Also was ist zu tun? Perspektiven auf ein menschenwürdiges Leben vor Ort schaffen. Konflikte lösen und nicht noch mit Waffenexporten schüren. Die Ungleichheit und die Ausbeutung von Entwicklungsländern bekämpfen. Bedeutet für die Industrienationen und Europa aber am Ende auch Verzicht und hier liegt der sprichwörtliche Hund begraben. Politiker, welche diese Wahrheit aussprechen, werden nicht mehr gewählt. Also belügen wir uns in Europa weiterhin tagtäglich selbst und überlassen Politikern wie Matteo Salvini das Feld, um seine menschenfeindlichen Äusserungen abzusondern.
Pascal Merz, Sursee LU

In der EU-Frage ist jetzt etwas Pokern angesagt
In den letzten Wochen gab es kaum mehr Kommentare aller Seiten und Sorten in den Medien als zum Thema Rahmenabkommen. Meiner Meinung nach ist es jedoch bisher niemanden gelungen, eine dermassen sachliche und ebenso überzeugende Analyse hierzu zu erstellen, so wie wir sie in der SonntagsZeitung lesen können. Es ist für einen unbedarften Bürger eher nicht möglich, sich einen klaren Durchblick in Sachen Rahmenbedingungen zu verschaffen. In der Darlegung der Gegebenheiten und den Konklusionen in diesem Artikel jedoch, gelingt es beispiellos gut. Eigentlich bedauerlich, dass unsere Verantwortlichen in der Politik nicht bereits auch zu derartigen Erkenntnissen gekommen sind und vor allem bereits danach sichtbar gehandelt hätten. So bleibt wirklich nur die als Fazit getroffene Hoffnung, dass ein Führungswechsel in den EU-Spitzen auch für die Schweiz die endliche und allseits verträgliche Lösung sein wird.
Norbert Stoller, Kilchberg ZH

Beim Migros-Ausverkauf mischen zwei Ex-Eigentümer mit
Jetzt muss der über das Kerngeschäft ausgeuferte Gemischtwarenladen Migros repariert werden und der grosse Ausverkauf steht an. Der führungschwache CEO Bolliger hinterliess ein Reparaturfeld. Dagegen trimmte CEO Loosli, ein dynamischer führungstarker Chef mit Blutgruppe «Detailhandel» Coop auf Vordermann. Fühere CEOs verursachten der Migros zu viele unternehmerische Missgriffe. Hunziker verinvestierte mit dem Debakel in Österreich über 600 Millionen, Everts widmete sich lieber akademischen Gesprächen mit dem GDI über die Zukunft des Detailhandels, statt die nötigen internen Reformen anzupacken. CEO Scherrer verlor mit seiner französischen Konservenfabrik über 100 Millionen und lieferte sich einen unternehmenskulturell schädlichen Kampf mit Claude Hauser um das Präsidium. Hauser hat in Frankreich mit Migros Genf den nachhaltigsten Erfolg im Ausland erzielt. Obwohl Dutti den Brückenbauer als geniale Marke für alle Zukunft der Migros erhalten wollte, machte Scherrer ein banales M-Magazin und verriet das Erbe Duttis. CEO Bolliger als führungsschwacher und wenig charismatischer Chef ging mit Vögele, Denner, Globus, M Deutschland und anderen Projekten zu grosse Risiken und Millionenverluste ein und versäumte grundlegende Reformen in den regionalen unabhängigen Genossenschaften, den Regionalfürsten und die Verjüngung der Spitze. Auch die erfolglosen Mc Kinsey Unternehmensberater liessen Coop davonziehen. Die sehr profitablen und margenstarken Zeiten vor dem Markteintritt der Konkurrenten Lidl und Aldi, die den Detailhandel mit Billigstpreisen neu ausrichteten, haben die Migros Führung mit monopolstarken hohen Margen träge gemacht. Statt sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und die schwerfälligen «Politstrukturen» zu straffen, übersah man grosses Sparpotential. Das selbstverliebte Gottlieb Duttweiler Institut, welches das Erbe von Dutti verraten hat, produziert derweil über die Jahre hohe Millionenverluste. Wer die Werte des beeindruckenden und einmaligen Unternehmers Gottlieb Duttweiler verwässert, seine genossenschaftliche Vision, nämlich den Menschen, Mitarbeiter und Kunden nicht mehr konsequent in den Mittelpunkt stellt und die Migros zu einem nur noch profitorientierten «normalen» Konzern trimmt und die Zukunft verpasst, muss scheitern.
Roger E. Schärer, Feldmeilen ZH

Wer keinen festen Job hat, ist öfter psychisch krank
Während die Zeitung zuerst auf der Frontseite einfach von «öfter krank» schreibt, auf Seite 31 steht dann konkret «öfter psychisch krank»; meiner Aufmerksamkeit entgeht nicht, dass darüber berichtet wird explizit in der gleichen Woche, in der Eidg. Räte den Zugang zu Psychologen schneller machen wollen. Mich erstaunt auch, dass die Medien so genaue Angaben über Krankheitsabsenzen machen, zumal über Diagnosen und Gebrechenscodes wegen Datenschutz und Arztgeheimnis gar keine genauen Angaben vorhanden sein können. Und ob Sachbearbeitende es immer so genau nehmen mit der Klassifizierung der Codes sei mal offen gelassen. Studien müssen nichts heissen, ich lese von «Gesundheitsbefragung» bei bloss 5‘690 Erwerbstätigen – ist doch wenig bei 8 Millionen Menschen in der Schweiz, oder? Dass Nicht-Arbeiten genauso krank-machen kann – wie arbeiten selbst - und dabei auch Stress bedeuten kann, ist schon klar; dazu zählen allerdings auch Herzkrankheiten. Der Journalist zählt diverse «Beschäftigungsformen» auf, die nicht gesund seien; solche kann ich nachvollziehen tatsächlich; hingegen, auch kein Gewähr für eine Arbeitsgesundheit geben auch bestehende Gesamtarbeitsverträge (GAV) und Mindestlöhne in einzelnen Branchen (wie für Abwart, Reinigung, Hotellerie und so weiter) nicht, vor allem nicht, wenn solche nicht immer eingehalten werden; oder allenfalls ist ein Druck vorhanden wegen der Zuwanderung (inklusiv Grenzgängern) sowieso. Und dann gibt’s scheinbar auch Verantwortliche, die wissen nicht einmal, dass es für bestimmte Arbeiten einen GAV/Mindestlöhne gibt – Beispiel ein Kirchgemeinde-Verwalter. Es folgt eine Aufzählung von «prekärer Arbeit» (Spalte ganz rechts), darunter kommt vor auch der Nachtportier-Beruf vor, welcher in Basels Hotels auch von Grenzgängern ausgeführt wird manchmal und was eben sogar einem L-GAV, der notabene von der «Unia» ausgearbeitet wird, untersteht. Nicht vergessen werden soll, dass wir in der Schweiz halt nun mal eine Leistungsgesellschaft haben.
André Müller, Basel

Gemeines Gemüse
Gerne gratuliere ich Ihnen zu Ihrem Artikel. Nur die Tomate, die sie beschreiben, kenne ich nicht. Wenn Sie mal positiv recherchieren, werden Sie feststellen, dass es unzählige schmackhafte aromatische Sorten gibt, und zwar weltweit. Die von zahlreichsten Hobbyzüchtern und Kleingärtnern seit ewigen Zeiten gehegt und gepflegt werden. Wenn Sie nur einmal während der Erntezeit in so einen Garten kommen, werden Sie verstehen, warum die Tomate auch Paradeiser genannt wird. So eine Tomate, gerade noch sonnenbeschienen und frisch vom Strauch in den Mund, das ist Geschmack pur. Danach vergessen Sie alles, was Ihnen «als Tomate» im Laden angeboten wird.
Jupp Schwarz, Rudolfstetten AG

Diesmal bin ich verärgert. Falls der bösartige Artikel über unser Massaker-Gemüse, Hassobjekt (Avocados) und Risiko-Gemüse als humorvoll gedacht war, so war das voll daneben. Als lebenslange, vegetarische Seniorin lebe ich von diesen «Bazillen-Brutstätten» eigentlich ganz gut, während der Grossteil meiner fleischessenden Freunde längst im Jenseits leben (hoffentlich vegetarisch). Sinnigerweise werden in derselben Ausgabe die vielen, grässlichen Leiden vieler unserer Schlachttiere geschildert. Im Übrigen möchte ich bemerken, dass wir Menschen bekanntlich mit einem Pferdegebiss und nicht mit einem Raubtiergebiss geboren wurden. Wurde unsere Spezies ursprünglich, als Vegetarier kreiert? Das stimmt zumindest nachdenklich.
Christa Bürgi, Bern

Diebe, Randalierer und Triebtäter im Spital
Lasche, medizinisch unzweckmässige, sprich nicht notwendige Operationen, da oftmals alternative gleichwertige günstigere Therapieoptionen vorhanden, stellen gemäss Art. 122/123 StGB «schwere»/«leichte» Körperverletzung dar. Insbesondere, wenn zusätzliche Komplikationen oder sogar Todesfälle verursachend, welche durch den Gesetzgeber ebenfalls strafrechtlich verfolgt und mit Gefängnisstrafen bis zu 10 Jahren gebüsst werden müssten. Die Täter, die Ärzte, welche für diese politisch und wirtschaftlich erwünschten jedoch kostensteigernden Mengenausweitungen dafür sogar noch mit geheimvertraglich geregelten Bonifikationen belohnt werden, weil sie damit die Wirtschaftlichkeit und die regional wichtigen Arbeitsplätze bewahren, respektiv weiter fördern, vermögen dies dank «grob fahrlässiger» Unterlassung deren ärztlichen Sorgfaltspflicht respektiv deren Berufsethos hinsichtlich Durchführung rigider transparenter Qualitätskontrolle von Indikation und Behandlungsverlauf eigenbereichernd unter den Tisch zu kehren. Dies muss aber ebenfalls als Straftat in den Schweizer Kliniken bezeichnet werden.
Andreas Keusch, MEDVICE Patientenvertreter, Pfäffikon SZ

«Menschen wie ich sind für die Wirtschaft gefährlich»
Ökonom Mathias Binswanger behandelt in seinem Buch «Der Wachstumszwang – warum die Volkswirtschaft immer weiterwachsen muss, selbst wenn wir genug haben» düstere Zukunftsaussichten, sichtbar auch daraus, dass Wachstumszwang in der Landwirtschaft zur Unkrautvernichtung eingesetzt wird (mittels Hormonpräparaten). Binswanger hat recht, auch der Unternehmer ist ein Getriebener. Was ihn treibt, ist das Prinzip «The Winner Takes it All», das durch den Fortschritt und die Globalisierung gefördert wird. Es ist wie im Leistungssport. Ein Profi kann nicht sagen: mir reicht das halbe Einkommen, ich trainiere nur halb so viel. Die Lösung liegt im Entwickeln und Erzwingen von Alternativen, unterstützt durch den Hinweis darauf, wie das Wachstum ohne aktives Bemühen schliesslich «von selbst» gestoppt wird. Es ist dies vor allem der Umstand, dass das genannte Prinzip ökonomische und demographische Gräben erzeugt (sichtbar an den unterschiedlichen Entwicklungen etwa in Afrika und den Industrieländern). Es sind dann genau diese wachsenden Gräben, die zu Konflikten führen, welche das Wachstum brutal stoppen. Um das zu verhindern, muss die Motivation zum Verfügbar-Machen und Nutzen nachhaltiger Perspektiven gefördert werden. Dazu müssen Widersprüche zwischen einzelnen Menschenrechten gelöst werden. Es geht dabei einerseits um das Recht auf Eigentum (als Mittel gegen die Folgen des Prinzips «Tragödie der Allmend») und andererseits um die Rechten auf Lebensunterhalt (als Mittel gegen die Folgen des Prinzips «The Winner Takes it All»). Historische Vorbilder gibt es.
Gernot Gwehenberger, Dornach SO

Wir sind gekommen, um zu bleiben
Leider schreibt Frau Funiciello nicht, welches ihr Heimatland ist, in welchem sie unter solch schrecklichen Bedingungen aufwachsen musste. Wir bedauern das alle natürlich sehr. Ich nehme an, dass sie nun überglücklich ist, in unserer schönen und friedlichen Schweiz leben zu dürfen.
Peter Brägger, Remetschwil AG

Erstellt: 06.07.2019, 21:29 Uhr

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