Vor solchen Richtern muss man Angst haben!

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«Ich kann nicht verstehen, warum Kinder in solchen Fällen weniger wert sein sollten.» Foto: Getty Images

«Ich kann nicht verstehen, warum Kinder in solchen Fällen weniger wert sein sollten.» Foto: Getty Images

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P.S. Comparis Soda
SonntagsZeitung vom 8. 10. 2017

Herr Schneider denkt bezüglich Vegetarismus leider nicht ganz zu Ende: Die ausrangierten Legehennen, Milchkühe und die, für die Milchwirtschaft unbrauchbaren, männlichen Mastkälber und -rinder werden am Ende ihres kurzen, meist elenden Lebens ebenfalls abtransportiert und geschlachtet. Christine Gadola, Dielsdorf ZH

Fall Jegge: Schwere Vorwürfe gegen Staatsanwaltschaft
SonntagsZeitung vom 8. 10. 2017

Sexueller Missbrauch darf nicht verjähren, denn das seelische und körperliche Leid der Opfer verjährt (meist) nie. Sonja Brümmer, Regensdorf ZH

Die Zürcher Justiz und die Bildungselite geben ein trauriges Bild ab
SonntagsZeitung vom 8. 10. 2017

Es ist höchste Zeit, mit der Zeit zu gehen. Das Wegsehen in Missbrauchsfällen mit Kindern ist mehr als eine Schande, es ist ein Verbrechen. Entsprechend hart muss mit den Verantwortlichen umgegangen werden. Zudem sind veraltete Gesetze dem heutigen Bedarf anzupassen. Mark Gasche, Kirchberg BE

SP-Fraktionschef will Jungpartei disziplinieren
SonntagsZeitung vom 8. 10. 2017

Der eigentliche Skandal ist doch, dass sowohl der SP-Parteipräsident wie auch der Fraktionspräsident die Juso-Initiative unterstützen. Also kann von Disziplinieren überhaupt nicht die Rede sein. Im Gegenteil, die SP bewegt sich immer weiter nach links und ist somit für mehr als 80 Prozent der Schweiz nicht mehr wählbar, weil sie sich immer mehr zur Ideologie des Marxismus bewegt und die wahren Probleme der Arbeiter ignoriert oder einfach gar nicht sieht. Und genau das wäre ein Artikel wert, liebe SonntagsZeitung, dass die SP vor einer Zerreissprobe betreffend Zukunft und Ausrichtung steht. Roger Riger, Zürich

Milde Strafen für unfassbare Taten
SonntagsZeitung vom 8. 10. 2017

Was die Frauen oder teilweise auch Männer getan haben gegenüber ihren Kindern, war eindeutig Mord. Seien es jetzt Kinder oder Erwachsene und da sollte die Strafe genau gleich ausfallen und zwar Mord und lebenslänglich. Ich kann nicht verstehen, warum Kinder in solchen Fällen weniger wert sein sollten. Daniel Zollinger, Uster ZH

Ein neugeborenes Kind umzubringen, dazu auf so bestialische Art, kann nun wirklich keiner verstehen, noch weniger verstehen aber kann ich ein Gericht, dass eine solche Gräueltat unbestraft durchgehen lässt. In meinen Augen sollten diejenigen Richter bestraft werden, die so leichtfertig mit einem Kindesmord umgehen, ein Schwangerschaftsabbruch wird härter verurteilt, vieles andere auch, das ist ja krank. Vor solchen Richtern muss man Angst haben! Beatrice Landert, Zollikerberg ZH

So ein Käse: Fader Edamer aus Holland schlägt Schweizer Alpkäse
SonntagsZeitung vom 8. 10. 2017

Der Titel «Fader Edamer aus Holland» ist so eine Generalisierung, die zwar einer Headline, aber nicht der Information dient. Ebenso wie in der Schweiz gibt es in den Niederlanden eine riesige Vielfalt an ausgezeichneten Käsesorten, harten und weichen, von Kuh-, Geiss- oder Schafmilch, jung, gereift oder «alt» in etlichen Stufen, mit und ohne die verschiedensten Kräuter und Gewürze (von Brennnesseln bis Kümmel oder Nelken). Also eine eindrückliche Palette, die Respekt verdient und die man mit der Pauschale «fader Edamer» regelrecht verleumdet. Dies nicht zuletzt, weil der Name Edamer an sich schon für einen Reichtum an Sorten steht, die der Stolz jedes «Käselands» wäre. Ad Tolhuijs, Bürglen TG

Die Profiteure des Swissair-Groundings
SonntagsZeitung vom 8. 10. 2017

Gut so, dass die SonntagsZeitung gleich mit zwei ausleuchtenden Artikeln gegen die immer kürzeren Halbwertszeiten des Vergessens angetreten ist. Das Swissairdebakel hat logischerweise «Kriegsgewinnler» generiert, die mit solchen Katastrophen immer wieder Profit herausschlagen. Dazu gehören zutreffend nebst den Herren Felder, Ebner und Schmid der Flughafen Zürich und auch die Lufthansa. Die Swiss legt für 2016 einen beeindruckenden operativen Gewinnsprung über ein Drittel gegenüber dem Vorjahr auf 200 Millionen vor und schiebt diesen zur deutschen Mutter. Statt alles daran zu setzen, eine eigene nationale Fluggesellschaft zu erhalten, haben die damaligen Eliten aus Finanzplatz und Politik die Swissair kaltblütig abgewürgt und einen enormen finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Kollateralschaden verursacht. Dadurch sind viele dramatische Schicksale in der Swissair-Familie, hohe Verluste von Aktionären und Lieferanten durch dieses visions- und mutlose, versagende Handeln entstanden. Das war eine dunkle Stunde unserer Polit- und Finanzeliten. N’oubliez jamais! Roger E. Schärer, Feldmeilen ZH

Anleitung für den Umgang mit Arschlöchern
SonntagsZeitung vom 8. 10. 2017

Wo wird diese verwerfliche Spezies herangezüchtet? Die Mehrzahl sicher an den Hochschulen. Darum muss das «Arschloch von Robert Sutton» als Pflichtfach in den Hörsälen aller (Handels-)Hochschulen Eingang finden! Vielleicht würde der Hochmut einiger Schnösel ins Gegenteil umschlagen. Und es gäbe als dann bedeutend weniger Rüpel, Grobiane und Unsympathen – sondern nur noch Menschen. Dominik Betschart, Gattikon ZH

Morgens um halb zwei beschloss Fricker seinen Rücktritt
SonntagsZeitung vom 8.10.2017

Das Entsetzen über Frickers Sätze zeugt von der Ignoranz der grossen Mehrheit: Seine Absicht, auf das Leiden der Nutztiere hinzuweisen, wird nicht gewürdigt, die Aussage wird diametral verdreht, und sie wird politisch missbraucht. So gesehen wird den Tieren ein Bärendienst erwiesen. Wenn wir unfähig sind, zu erkennen, dass Menschen nicht die einzigen leidensfähigen Lebewesen auf dieser Welt sind und wenn stets die Schuld der Anderen grösser ist als die eigene, dann haben wir versagt. Da hat es einer gewagt, öffentlich Empathie für andere Säugetiere zu zeigen. Tiere sind nicht für uns da, sondern mit uns da. Das Weltbild des Menschen als Krone der Schöpfung hat ausgedient und ist nicht erst seit der Klimaerwärmung und Überbevölkerung erkannt und einer breiten Masse bewusst geworden. Frickers zweifellos ungeschickte Formulierung hat dazu geführt, dass einmal mehr über das Verbrechen der Tötung von 6 Millionen Menschen im dritten Reich gesprochen wird und er als Politiker für seine Partei untragbar wurde. Historiker Jo Langs Interpretation, dass die Entgleisung zeige, dass da eine Generation mit weniger Sensibilität für die Shoah heranwachse, ist eine sehr anthropozentrische, historische Sichtweise. Die tatsächliche Erklärung für das echte oder geheuchelt medientaugliche Entsetzen über Frickers Sätze liegt im Speziesismus begründet: Menschen mit anderen Tieren zu vergleichen, das gehe gar nicht, das sei der wahre Skandal. Über die 3 Millionen armen Schweine, die Jahr für Jahr allein in der kleinen Schweiz für unsere «heilige Bratwurst» in den sicheren Tod gefahren werden, traut sich dafür nun im Parlament eine Zeit lang keiner mehr zu reden. Die Geschichte sollen wir im Rückspiegel im Blick halten; die breite Sicht müssen wir heute aber - wie Fricker es richtig tut - nach vorne richten. Missbrauch, Entwürdigung und Qual von Tieren zu menschlichen Genusszwecken ist eines der deutlichsten Symptome, dass die Krone der Schöpfung kurz davor steht, ihre Zukunftsfähigkeit zu verspielen. Cornelia & Rainer Wolf, Bern

SP-Fraktionschef will Jungpartei disziplinieren
SonntagsZeitung vom 8.10.2017

Es ist ja irgendwie peinlich, wenn eine Mutterpartei mit ihrer Jungpartei zankt und dies in der Sonntagspresse - ganz öffentlich! Dennoch finde ich es natürlich interessant und danke für den Artikel. Zudem wird mit der neulancierten «99 Prozent»-Initiative auch der sogenannt rechte Flügel der SP verärgert. Fakt ist, dass die Juso-«Aktivisten» meist oder oft auch noch irgendwo auf der Lohnliste bei einer Gewerkschaft sind und/oder in einem Parteibüro – und sprich: «Vitamin B» unter Genossen! Dies ist bei Frau Funiciello so, welche Gewerkschaftssekretärin bei der Unia ist; dies betrifft die Juso-Präsidentin in Basel, die als politische Kampagnenmitarbeiterin bei der SP Basel-Stadt tätig ist ebenfalls. Und dies kann durchaus ebenso einen so genannten Reputationsschaden auslösen für Gewerkschaften oder die Partei der Sozialdemokraten – das heisst je nach dem Verhalten der gemeinten Personen. Genau genommen darf hinterfragt werden, ob es auch etwas mit einem roten Filz zu tun hätte. André Müller, Basel

Beunruhigende Zunahme von Erkrankungen nach Zeckenbissen
SonntagsZeitung vom 8.10.2017

Es gibt viele verwirrende Informationen betreffend den von Zecken übertragenen Krankheiten. Die von Ihnen erwähnten 214 Fälle an FSME im laufenden 2017 samt zwei Todesfällen verharmlosen die Geschichte, denn sie lassen die viel wichtigere Borreliose (Lyme Disease) ausser Acht, welche viel häufiger durch Zecken übertragen wird und zu einer grossen Durchseuchung in der Bevölkerung geführt hat mit vielen chronisch Erkrankten, oft Invalidisierten und viel mehr Todesfällen pro Jahr - ohne dass die Diagnose überhaupt gestellt worden wäre. Während die FSME als Viruserkrankung in der Regel spontan abheilt - relativ selten mit Defektheilung, ganz selten Todesfall), bleibt die Borreliose als Spirochäten Infektion, wenn unbehandelt, weiter aktiv. Dies vor allem mangels Kenntnissen der Ärzteschaft, welche die Frühdiagnose häufig verpasst. Die Diagnose der Spätphase ist vor allem durch die unzuverlässigen Labortests stark behindert. LD heilt nicht spontan ab, sondern führt zu einer zunehmenden Durchseuchung in der Bevölkerung (übrigens auch bei Tieren wie Hunden, Katzen, etc., welche unzählige Zecken nach Hause bringen). Und vor allem führt sie zu Immundefiziten, chronischen Schmerzzuständen, psychisch-geistige Defizite, wie langfristig zu Demenz, Suizide, und vor allem Mangels der Komplexität der Materie kann ich Ihnen unmöglich in der Kürze sämtliche wichtigen Details auflisten. Die Krankheit ist jedoch dermassen wichtig, dass die Bevölkerung verdient, wenn darüber genau recherchiert und berichtet wird. Da ich fast nur noch Borreliose-Kranke in meiner Praxis sehe, habe ich viele dokumentierte Fälle von langjährigen Fehldiagnosen, unzuverlässigen Tests, etc. Das Elend ist auch dokumentiert durch schlimme IV-Fälle, welche von den IV-Gutachtern verkannt und zu 100 Prozent arbeitsfähig eingestuft werden. Alle meine Aussagen kann ich belegen. Nur: die Sache ist sehr aufwändig, braucht eine Person, die sich die Zeit nehmen kann, vieles nachzulesen, zu überprüfen. Es bestünde auch die Möglichkeit, Patienten und Patientinnen zu befragen, denn die Kranken möchten endlich ernst genommen werden. Ursula Talib, Spiez BE

Die neue Sehnsucht nach der Stadt
SonntagsZeitung vom 8.10.2017

Ich wohne weder in Kreuzlingen noch arbeite in einer Stadt und auch kenne ich die Friseure in Kreuzlingen nicht, als Frau muss ich aber festhalten, der Friseurstandort ist nicht entscheidend für unser Lebensglück. Margrit Wenger, Utzenstorf BE

Schizophren
SonntagsZeitung vom 8.10.2017

Nicht nur haben Schizophrenie und gespaltene Persönlichkeit nichts miteinander zu tun, sondern sind auch ernstzunehmende psychische Erkrankungen. Dies noch mit etwas trivialem zu Vergleichen wie Mode zeigt von einem hohen Mass an Respektlosigkeit. Stellen Sie sich mal vor, man würde das gleiche mit Krebskranken machen. Joy Mathys, Zürich

Schreit ein Baby, kommt alle Welt gelaufen
SonntagsZeitung vom 8.10.2017

Mit Entsetzen habe ich die Untersuchungsmethoden von Herr Choliz gelesen, bei denen er Babys an Händen und Füssen zusammenbindet und sie mit lauten Geräuschen oder sogar Schmerzen in Ängste versetzt, um zu beobachten, wie sie sich darauf verhalten und wie sie weinen. Diese Methoden sind unethisch und unmenschlich, sie erinnern mich an menschenverachtende Untersuchungsmethoden aus dem Mittelalter! Im Übrigen sind seine Beobachtungsresultate keineswegs neu, wie Babys auf Angst, Verärgerung und Schmerzen sich äussern ist bereits seit längerem bestens dokumentiert und beschrieben. Vielleicht sollte Herr Choliz etwas mehr Fachliteratur lesen, als Babys haarsträubenden, höchst belastenden Untersuchungen auszusetzen. Jeannette Losa, Mörschwil SG

Erstellt: 14.10.2017, 17:55 Uhr

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