«Wir müssen auf ständige Flugreisen verzichten»

Die Reaktionen der Leser.

«Nach den Ferien müssen wir endlich freiwillig handeln – 
so, wie es Klimaforscher seit Jahren fordern», schreibt der Leser Markus Bösch aus Romanshorn TG. Foto: Stefano Schröter

«Nach den Ferien müssen wir endlich freiwillig handeln – so, wie es Klimaforscher seit Jahren fordern», schreibt der Leser Markus Bösch aus Romanshorn TG. Foto: Stefano Schröter

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Feuerwehr fehlt Personal
SonntagsZeitung vom 29. 7. 2018

In unserer individualistischen Wohlstandsgesellschaft ist der Dienst an der Allgemeinheit nicht mehr gefragt. Betreffend Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht für alle ist die vom Bundesrat eingesetzte Kommission leider vorschnell zu einem negativen Entscheid gekommen. Angesichts der personellen Notstände bei Armee, Zivilschutz, Feuerwehr, Behörden, Sozial- und Pflegediensten, Vereinen etc. wäre es deshalb dringend, den Denkanstoss von Avenir Suisse für eine allgemeine Dienstpflicht nochmals ernsthaft und vertieft zu diskutieren.
Willy Gerber, Balgach SG

Trockenheit im Wasserschloss
SonntagsZeitung vom 29. Juli 2018

Die Sommermonate waren und sind ausnahmslos schön. Mit der Kehrseite des trockenen Wetters haben Bauern, Tiere und die Natur als Ganzes zu kämpfen. Der Klimawandel hinterlässt einmal mehr konkrete Spuren. Jetzt sind wir dran: Nach den Ferien müssen wir endlich freiwillig handeln – so, wie es Klimaforscher seit Jahren fordern. Wir müssen auf ständige Flugreisen mit unverschämt hohen CO2-Ausstössen verzichten. Und beim Fleischkonsum tuts die Hälfte auch. Und auch die Politiker sind an der Reihe: Sie müssen die Mobilität in vernünftige Bahnen lenken – etwa mit einer Kerosinsteuer. Denn Fliegen ist zu billig und kein Menschenrecht.
Markus Bösch, Romanshorn TG

Endlich ists mal wieder richtig Sommer
SonntagsZeitung vom 29. Juli 2018

Nicht bei jedem Thermometer-ausschlag nach oben sollte immer die Verbindung zum Klimawandel gemacht werden. Dies ist hysterisch und für eine sachliche, fundierte Diskussion nicht zielfüh-rend. Nichtsdestotrotz ist die Entwicklung des von Menschen gemachten Klimawandels aus meiner Sicht belegbar und auch sichtbar.
Pascal Merz, Sursee LU

Jihad-Reise mit Sozialhilfe finanziert
SonntagsZeitung vom 29. Juli 2018

In der letzten SonntagsZeitung lesen wir einen gut recherchierten Artikel über einen Lausanner Jihad-Reisenden. Etwas unlauter finde ich den Zusammenhang mit der Sozialhilfe. Grundsätzlich ist auch ein Sozialhilfebezüger frei in der Verwendung seines Geldes. Der Artikel könnte zu Unrecht den Eindruck erwecken, dass das Lausanner Sozialamt Jihad-Reisen finanzieren würde.
Hermann K.J. Fritsche, Mauren FL

Das Ganze ist der Gipfel der Frechheit. Ein IS-Kämpfer und seine Frau wollen wieder in die Schweiz zurück. Hoffentlich nicht. Auf solche Leute kann die Schweiz dankend verzichten. Einzig dem Kleinkind soll geholfen werden, denn das Kleine kann ja nichts für die Dummheit seiner Eltern.
Daniel Zollinger, Uster ZH

Bei einem Tier, das einen Menschen anfällt, verletzt oder eventuell sogar tötet, wird der Gnadenschuss angesetzt. Bei IS Kämpfern vom Kaliber Adnan B. und Selina S., deren Opferzahl und Schwere ihrer Schandtaten nur geschätzt werden kann, soll erlaubt werden, in die verschmähte Zweit-Heimat Schweiz zurückzukehren. Diese zuwider dem normalen Menschenverstand gestellte Forderung wird noch extrapoliert durch die Tatsache, dass die zwei mutmasslichen Missetäter an der Syrischen-Irakischen Zivilbevölkerung dank grosszügiger Schweizer Sozialhilfe (unsere Steuergelder) in den Jihad gezogen sind. Es ist deshalb mehr als begrüssenswert, dass die beiden Bundesräte Cassis und Parmelin von einer Rücknahme dieser Missetäter nichts wissen wollen. Nicht nachvollziehbar - ja hanebüchen - die Bereitschaft von Frau Sommaruga mit ihrer angestammten, aber von einem Grossteil von Schweizern überhaupt nicht goutierten «Gut-Mensch-Attitude», diesem Verbrecherpärchen nochmals mit unseren Steuergeldern den roten Teppich zurück in die Heimat auszurollen.
Mario Stutz, Rickenbach-Sulz ZH

Mitsprache statt Mitbestimmung
SonntagsZeitung vom 29. 7. 2018

Professor Eichenberger will uns Auslandschweizern das uns gewährte Stimm- und Wahlrecht auf nationaler Ebene streitig machen. Allerdings mit unvollständigen Angaben, weshalb diese hier nachgereicht werden sollen. Professor Eichenberger gibt fälschlicherweise zu verstehen, dass alle Auslandschweizer (AS), einschliesslich der im Ausland lebenden Doppelbürger, automatisch ein den Inlandschweizern gleiches Stimm- und Wahlrecht besitzen. Richtig ist, dass sich von 751 800 AS nur gerade 21 Prozent oder 160 453 in ihrem zuständigen Kanton als Stimmberechtigte haben obligatorisch registrieren lassen, und zwar befristet auf vier Jahre, wenn danach keine Erneuerung eingereicht wird. Nahezu vier Fünftel der AS besitzen also kein Stimmrecht, und dieses Verhältnis dürfte auch in Zukunft bestehen bleiben, denn die AS-Zahlen steigen – anders als von Professor Eichenberger behauptet – seit 2015 nicht mehr.
Leonardo Carena, Helsinki FIN

Rainer Eichenberger bemängelt, dass Auslandschweizer volles Stimmrecht ohne Zahlpflicht geniessen. Die Ausländer in der Schweiz – immerhin rund ein Viertel der Bevölkerung – haben gerade das Gegenteil: Zahlpflicht ohne Stimmrecht. Am Schluss seines Beitrags erwähnt Professor Eichenberger zwar die ausländische Bevölkerung der Schweiz, jedoch eher als Fussnote. Was ist aber ungerechter: Stimmrecht ohne Zahlpflicht oder Zahlpflicht ohne Stimmrecht?
Stephen Lander, Riehen BS

Und als Nächstes werden die Handys verboten SonntagsZeitung vom 29. 7. 2018

Der Entscheid des Europäischen Gerichtshofs zur Gentechnik ist klug und richtig. Es ist höchst bedenklich, dass an gesunden Nahrungsmitteln immer mehr gepröbelt und manipuliert wird, um das Erbgut zu verändern. Die Landwirtschaft sollte stolz sein, wenn der Boden gesunde Produkte hergibt. Alles, was natürlich wächst, sollte nicht manipuliert werden dürfen – Mehrerträge hin oder her.
Beatrice Landert, Zollikerberg ZH

Weisst du noch?
SonntagsZeitung vom 29. 7. 2018

Erinnerungen aus früher Kindheit spiegeln Stellungnahmen zur eigenen Person, zu den Mitmenschen, zur Welt wider und beinhalten Konzepte, wie man in dieser den Platz zu finden gedenkt. Dabei ist unerheblich, ob sie ein authentisches Ganzes bilden, das immer auch subjektiv gestaltet ist, oder aus Elementen verschiedener Quellen komponiert worden sind. Pure Neugierde, eine Ausbildung oder immer gleichartige Probleme in der Gestaltung des Lebens können Anlass sein, diese mehr oder weniger verborgenen Inhalte bewusst zu machen.
Walter Leuthold, Arni AG

«Selbstverständlich sind wir für dieses Land verantwortlich»
SonntagsZeitung vom 29. 7. 2018

Dieses Interview hat mich sehr gefreut, und ich bin 100-prozentig damit einverstanden. Ja, Herr Lüscher, es ist eine Schande für die Schweiz, dass die AfD die Schweizer Demokratie als Vorbild darstellt. Die isolationistischen und volks- und wirtschaftsfeindlichen Ideen und Initiativen der SVP setzen uns weltweit in ein schlechtes Licht. Die Selbstbestimmungsinitiative ist die Fortsetzung dieser schädigenden Politik. Auch die EU-feindlichen Ansprüche dieser – leider wählerstärksten – Partei verhindern die Annäherung oder den Beitritt zu dieser sehr notwendigen Weltorganisation.
Bruno Muhl, Hausen AG

Einmal mehr kommt das Totschlagargument Frauenstimmrecht. Statt heute in Ländern wie Pakistan oder Indien würde ich immer noch lieber in der Schweiz von vor 1971 leben wollen. Wir hatten Ausbildungsmöglichkeiten, eigenes Geld, konnten eine Wohnung mieten, den Führerschein machen und reisen. Vor allem aber den Partner selber wählen und die Geburtenrate bestimmen. Es war nicht alles immer einfach, aber vieles war möglich.
Ursula Bigler, Lauperswil BE

Lokführer sehen Grün statt Rot
SonntagsZeitung vom 29.07.2018

So wie ich das verstehe, werden die Techniken immer sicherer, menschliches Versagen aber folgt der rapiden Inbetriebnahme neuer Kontrollsysteme nicht. Die Ausbildungen der Lokführer werden kürzer und weniger kostenaufwendig, die Züge immer mehr und die SBB spart an Personal zu Gunsten der Sicherheit! Immer mehr in immer kürzerer Zeit mit immer mehr Personal- und Ausbildungseinschränkungen und am Ende Unfällen und vielen Todesopfern. Sind die Lokführer und das Bahnpersonal ganz einfach überfordert? Wird auf Kosten der Sicherheit gespart, was in armen Ländern schon längst der Fall ist, dass die ohnehin schon Reichen noch etwas reicher werden und die Armen noch ärmer? Susanna Geser, Biel BE

Viele Badeanstalten fallen durch Hygienetest
SonntagsZeitung vom 29.07.2018

Auf meiner Reise durch Island kam ich betreffend meinem Hobby, dem Schwimmen, voll auf meine Kosten. Vor allem staunte ich über die ausgezeichnete Wasserqualität. Keine entzündeten Augen, kein Jucken an diversen Körperstellen machten mir nach den fast täglichen Aufenthalten in Schwimmbädern zu schaffen. Nach jeder Schwimmbadbenützung fühlte ich mich pudelwohl und voller Energie, um weitere Unternehmungen unter die Füsse oder Räder zu nehmen. Was mir auffiel: Überall fand ich Duschkabinen mit warmem Wasser vor, in welchen Behälter mit Duschschaum und Shampoo angebracht waren. Auch waren die Garderoben für Männer und Frauen getrennt, so dass nackt duschen vor dem Anziehen des Badekleides, der Badehose kein Problem war. Beim Eingang waren Plakate in verschiedenen Sprachen aufgehängt, auf denen das obligatorische Nacktduschen vor dem Baden verlangt wird. Bei Gesprächen mit den Bademeistern sagten mir diese, dass die Plakate eigentlich für uns Ausländer/-innen aufgehängt wurden, und sie nicht verstehen würden, warum diese Regeln in vielen anderen Ländern dermassen vernachlässigt werden.
Sabina Geissbühler-Strupler, Herrenschwanden BE

Der Dauerbrenner von zu hohem Chlorat-Gehalt in Badwasser ist seit mehreren Jahren Diskussionsstoff bei den Schwimmbadbetreibern, die Hypochlorit-Lösungen zur Desinfektion einsetzen. Bis zum Jahr 2016 war die Bewertung von Chlorat im Badewasser hingegen kein Thema in den Berichten der meisten kantonalen Kontrollbehörden. Im Schweizer Gesetz, welches am 1. Mai 2017 in Kraft getreten ist, wurde ein Höchstwert von 10 mg ClO?-/Liter Badewasser festgelegt. Hier hat der Gesetzgeber die Messlatte allerdings so niedrig gesetzt, dass es den meisten Betreibern innert der letzten Jahre trotz grosser Anstrengungen nicht gelungen ist, diesen Wert zu unterschreiten. Die von einigen Schweizer Kontrollbehörden vorgeschlagenen Massnahmen zur Reduktion von Chlorat gehen zwar in die richtige Richtung, sind aber nicht in der Lage hier dauerhaft Abhilfe bei Überschreitungen zu schaffen. Hier ist nun der Gesetzgeber gefordert, sich mit der harten Realität des Alltags in Schweizer Badis auseinanderzusetzen.
Harald Wittekind, Meyrin GE

Und plötzlich kehrt das Leben zurück
SonntagsZeitung vom 29.07.2018

Der Friedensschluss zwischen Eritrea und Äthiopien muss Folgen für unsere Asylpolitik haben. Eritrea ist das zahlenmässig wichtigste Herkunftsland von Asylanten. Dieser Friedensschluss muss unsere Asylbewilligungspraxis neu ausrichten. Eritrea kennt einen Nationaldienst für alle jungen Staatsangehörigen, die für ein bis zwei Jahre verpflichtet werden. Die bei uns Asylsuchenden eritreischen Staatsangehörigen berufen sich auf Militärdienstverweigerung, die durch die internationale Menschenrechtskonvention anerkannt wird. Zu zahlreich sind die Gründe um sich von dieser harten Dienstzeit zu drücken und den Weg in die Schweiz zu suchen. Informationsbroschüren zeigen den Flüchtlingen administrativ den Weg. Eritrea muss für den Wiederaufbau des Landes diese Kräfte einsetzen. Es gilt dieses Land entwicklungspolitisch einerseits zu unterstützen und andererseits die asylbeantragenden Landsleute zurückzuschicken. Es ist deshalb für den Bundesrat dringend mit Eritrea ein Abkommen auszuhandeln, zumal die Eritreer kaum zu integrieren sind.
Roger E. Schärer, Feldmeilen ZH

Leiden auf der Baustelle
SonntagsZeitung vom 29.07.2018

Die Sportjournalisten, vor allem diejenigen aus Basel, welche den FCB in den letzten Jahren so sehr hochgejubelt haben (Serienmeister, Vorzeigeclub, Ligakrösus und so weiter), wollen den Fans nun weismachen, Basel sei nun wieder ein ganz normaler Club. Weil vor allem die Resultate nicht stimmen. Der FCB war aber jahrzehntelang ein ganz normaler Club, weshalb also das Geschrei? Die guten Zeiten werden wieder kommen, wenn Marco Streller nicht mehr Sportchef ist, so einfach ist das.
Hanspeter Schmutz, Basel

SBB fahren voll auf Immobilien ab
SonntagsZeitung vom 29.07.2018

In der SonntagsZeitung wurde unter anderem über die teilweise horrenden Mietpreise in den SBB-Neubauten berichtet. Dass es auch anders geht, beweist folgende Geschichte. In den achtziger Jahren bewohnte ich eine Dreizimmerwohnung im Personalhaus in der Nähe des Bahnhofes Sihlbrugg, welche den SBB gehörte. Der Mietzins betrug damals lächerliche 160.- Franken. Allerdings hatte diese Wohnung in der Stube einen Ölofen und im Hinterzimmer einen kohlegefeuerten Ofen. Aber damit liess sich auch im Winter recht anständig leben. Später bin ich dann umgezogen nach Brüttisellen und habe das dortige Bahnwärterhaus gemietet. Der Mietzins betrug zuletzt 320.- Franken für ein ganzes Einfamilienhaus samt grossem Garten. Auch hier hatte es eine Holzheizung mit Kachelofen im Wohnzimmer. Eine Anfrage, das Haus zu kaufen, wurde seinerzeit von den SBB leider abgelehnt.
Rolf Peter, Wangen bei Dübendorf ZH

Bis die Kraft nicht mehr reicht
SonntagsZeitung vom 22. Juli 2018

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Demenzkrankheiten nicht behandelt oder vorgebeugt werden können. Es gibt klare Hinweise, dass die Ursprünge der Krankheit schon viele Jahre vorher sich zu entwickeln beginnen. Leider wird in der Schulmedizin noch ungenügend auf die Ursachen eingegangen. Ich denke nicht an Medikamente, sondern Berücksichtigung einer ausgewogenen Ernährung, genug Bewegung sowie Schlaf, Ausleitung von Schwermetallen aus den Geweben, Vermeidung von elektromagnetischen Störeinflüssen, unterhalten von guten zwischenmenschlichen Beziehungen und vieles mehr. Es gibt viele Fallbeschreibungen, wo nach intensiver Betreuung die Demenzkrankheit nicht nur zum Stillstand, sondern zur deutlichen Verbesserung gebracht werden kann. Dies alles braucht viel Energie für Patienten wie Angehörige. Auf lange Zeit kann aber eine deutliche Verbesserung erzielt werden, sodass die Patienten wieder selbständig leben können, was auch unser Gesundheitssystem massiv entlastet.
Marc-Anton Lutz, Basel

Erstellt: 04.08.2018, 19:44 Uhr

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