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17-Jährige sollen Auto fahren dürfen

Doris Leuthard macht der Autolobby ein umstrittenes Abschiedsgeschenk. Die Gegnerschaft hat sie mit einem geschickten Deal ausgehebelt.

Senkung des Mindestalters: Experten bezweifeln, dass Lernfahrer dadurch mehr Fahrstunden nehmen. Foto: Keystone
Senkung des Mindestalters: Experten bezweifeln, dass Lernfahrer dadurch mehr Fahrstunden nehmen. Foto: Keystone

Ab nächstem Jahr dürfen aller Voraussicht nach bereits 17-Jährige als Lernfahrer mit Papi auf dem Beifahrersitz ans Steuer. Pünktlich auf den 18. Geburtstag, also rund ein halbes Jahr früher als bisher, können sie dann ihren Führerschein erwerben. Die abtretende Verkehrsministerin Doris Leuthard will die hochumstrittene Senkung des Mindestalters am nächsten Freitag per Verordnungsänderung vom Gesamtbundesrat bewilligen lassen. Die Senkung ist Teil einer Reform der Vorschriften für Führerprüfungen. Leuthards Sprecher Dominique Bugnon bestätigt, das Ziel sei, die Neuerungen noch vor Weihnachten vom Bundesrat absegnen zu lassen. Die Gegner sind entsetzt. Sie glauben, dass Leuthard das Geschäft Tage vor ihrem Rücktritt durchdrücken will, weil ihr Nachfolger anders entscheiden könnte. Das sei Leuthards Abschiedsgeschenk an die Autolobby.

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