Luzi Stamm kehrt zurück

Nach der Kokain-Affäre geht es dem SVP-Nationalrat besser.

Trotz Rückkehr: Ende 2019 dürfte Luzi Stamms Zeit im Bundeshaus nach 28 Jahren ablaufen. Foto: Keystone

Trotz Rückkehr: Ende 2019 dürfte Luzi Stamms Zeit im Bundeshaus nach 28 Jahren ablaufen. Foto: Keystone

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Willkommen bei Combox: Der normalerweise redselige Luzi Stamm ist in diesen Tagen am Telefon nicht erreichbar. Doch der Aargauer SVP-Nationalrat hat sich nach der Kokain-Affäre von Anfang März nur temporär abgemeldet. Bald kehrt er ins Bundeshaus zurück, wie Thomas Burgherr ankündigt. Der Nationalrat steht als Präsident der Aargauer Kantonalpartei in regelmässigem Kontakt mit ihm. «Stamm geht es besser, die Auszeit hat ihm gutgetan. Er wird im Mai an der Sondersession des Nationalrats teilnehmen», sagt Burgherr.

Vor einem Monat wurde Stamm von der Aargauer SVP dazu gebracht, ein Time-out zu nehmen und sich ärztlich behandeln zu lassen. Bei der Kantonalpartei sorgte man sich schon seit längerer Zeit um Stamms Gesundheit. Deshalb wurde er auch nicht für die Nationalratswahlen vom kommenden Herbst nominiert. Offensichtlich geht es Stamm nun wieder so gut, dass er zumindest die laufende Legislatur beenden kann. «Wir sind guten Mutes, dass Stamm im üblichen Rahmen seine Verpflichtungen als Nationalrat wahrnehmen kann», sagt Burgherr. Ende 2019 dürfte Stamms Zeit im Bundeshaus jedoch nach 28 Jahren ablaufen. Es wird zwar noch spekuliert, dass der 66-Jährige auf der Seniorenliste von Parteikollege Maximilian Reimann antreten könnte. Gemäss Reimann war dies bis jetzt aber kein Thema. Gespräche gab es keine.

Luzi Stamm tauchte im März mit einem Gramm Kokain im Bundeshaus auf, das er auf der Strasse gekauft hatte. Er sagte, mit der Aktion habe er die Politik aufrütteln wollen. Er sei erschüttert gewesen, dass man mitten in Bern so einfach zu Drogen komme. Die Polizei, die Stamm von sich aus einschaltete, nahm Ermittlungen auf. Zudem wurde bekannt, dass er bereits in der Wintersession einen Koffer mit einer Million Euro Falschgeld ins Parlament gebracht hatte. Das Geld gehörte gemäss Stamm einem Klienten.

Erstellt: 07.04.2019, 10:48 Uhr

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