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Schweizer KZ-Opfer erzählen

Ein neues Sachbuch gibt den 400 Schweizerinnen und Schweizern ein Gesicht. Ihre Geschichte war bisher kaum erforscht worden.

Res Strehle
Ein neues Buch erzählt eindrücklich die Schicksale von Schweizer KZ-Opfern.
Ein neues Buch erzählt eindrücklich die Schicksale von Schweizer KZ-Opfern.

Wer ein Buch zur Hand nimmt, übersehe nicht die Widmungen. In diesem Fall überraschen sie ­besonders: Balz Spörri und René Staubli, zwei der drei Autoren, widmen ihr am Dienstag erscheinendes, historisches Sachbuch ihren Nachkommen. Nun ist eine Geschichte über Schweizer KZ-­Opfer, erst noch in Buchform, womöglich nicht die naheliegendste Lektüre einer jungen Generation. Umso auffälliger die Widmungen – man ist versucht, sie als Mahnung zu deuten, dass auch die nächste Generation der Nachgeborenen sich der Gräuel dieser Zeit bewusst bleiben soll. Erfahrungsgemäss verblasst die Erinnerung, wenn die letzten Zeitzeugen verstorben sind. Das wäre in diesem Fall besonders fatal, erleben wir es doch gerade wieder, dass am rechten Rand der politischen Parteien mit dem Thema Nationalsozialismus als «Vogelschiss» der deutschen Geschichte gezündelt wird.

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