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Mit der privaten Dashcam auf Verbrecherjagd

Die Polizei setzt auf Videos von Drittpersonen – obwohl deren Verwendung laut Datenschützer widerrechtlich sind.

Umstritten: Ob die Aufnahmen von sogenannten Dashcams als Beweis zugelassen werden, entscheiden die Gerichte von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Bild: Jochen Tack/Alamy Stock Photo
Umstritten: Ob die Aufnahmen von sogenannten Dashcams als Beweis zugelassen werden, entscheiden die Gerichte von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Bild: Jochen Tack/Alamy Stock Photo

Niemand soll sein Gesicht sehen. Mit der Kapuze über dem Kopf betritt der Räuber den Denner. Er zückt seine Pistole und bedroht damit eine Angestellte. An Geld kommt der Mann nicht, weil sich die Kasse nicht öffnen lässt. Also flüchtet er ohne Beute – aber auch unerkannt.

Die Aargauer Kantonspolizei will den Täter dennoch fassen. Sie geht davon aus, dass er schon vor der Tat um die Filiale herumschlich. Vor einer Woche rief sie deshalb drei Tage nach dem Überfall in Baden Bürger öffentlich dazu auf, «Aufnahmen von Dashcams zur Verfügung zu stellen».

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