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Nach Fälschungsskandal: «Weltwoche» prüft Relotius-Texte

Die «Weltwoche» druckte 28 Texte des Fälschers. Sie enthalten Aufgebauschtes und Erfundenes. ­Roger Köppel schwieg lange zum Fall.

Ausriss aus Roger Köppels «Weltwoche» mit einem Artikel von Claas Relotius (unten) über ein Dorf in Ohio
Ausriss aus Roger Köppels «Weltwoche» mit einem Artikel von Claas Relotius (unten) über ein Dorf in Ohio

Über Jahre hinweg hat der «Spiegel»-Reporter Claas Relotius seine Artikel frisiert oder sogar frei erfunden. Das machte das legendäre deutsche Nachrichtenmagazin am vergangenen Mittwoch publik – und löste damit ein Erdbeben in der Medienbranche aus. Relotius hat in seinen mehrseitigen, oft preisgekrönten Reportagen zahlreiche Personen beschrieben, mit denen er nie sprach und die teilweise gar nicht existierten. Er schilderte detailbesessen Szenen und Orte, die er nie gesehen hat. Der Schaden für die Glaubwürdigkeit der Medien ist beträchtlich. Der «Spiegel» beschrieb gestern Samstag in seiner neuesten Ausgabe auf 23 Seiten, wie er sich täuschen liess.

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