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Retter in der Satirenot

Seit dem Ende von «Giacobbo/Müller» tut sich das Schweizer Fernsehen schwer in Sachen Late Night – obwohl es Talente wie Michael Elsener gibt.

Andreas Tobler
Michael Elsener: Statt in die Trickkiste zu greifen, wagt sich der Comedy-Essayist an heikle Themen.
Michael Elsener: Statt in die Trickkiste zu greifen, wagt sich der Comedy-Essayist an heikle Themen.
Sebastian Magnani
Der Goldstandard: Kein Komiker hat das Late-Night-Format so stark weiterentwickelt wie der Brite John Oliver. In «Last Week Tonight», das vom amerikanischen Sender HBO produziert wird, greift er Themen auf. In Beiträgen von bis zu 30 Minuten.
Der Goldstandard: Kein Komiker hat das Late-Night-Format so stark weiterentwickelt wie der Brite John Oliver. In «Last Week Tonight», das vom amerikanischen Sender HBO produziert wird, greift er Themen auf. In Beiträgen von bis zu 30 Minuten.
Getty
Der deutsche Klassiker: Zwanzig Jahre gab es die Show von Harald Schmidt. Nichts war ihm fremd. Weder B-Promis noch Gespräche über die «Minima Moralia» des deutschen Philosophen Theodor W. Adorno.
Der deutsche Klassiker: Zwanzig Jahre gab es die Show von Harald Schmidt. Nichts war ihm fremd. Weder B-Promis noch Gespräche über die «Minima Moralia» des deutschen Philosophen Theodor W. Adorno.
Getty
Endlich wird  nachts getanzt!  Lange gabs in der Late Night nur zwei Positionen: Sitzen und stehen. Jimmy Fallon tanzt und singt. Legendär seine «History of Rap» mit Justin Timberlake und seine «Lip Sync Battle» mit Emma Stone.
Endlich wird nachts getanzt! Lange gabs in der Late Night nur zwei Positionen: Sitzen und stehen. Jimmy Fallon tanzt und singt. Legendär seine «History of Rap» mit Justin Timberlake und seine «Lip Sync Battle» mit Emma Stone.
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Es gibt mindestens drei Dinge, von denen der Mensch nicht genug bekommen kann: Geld, Liebe und intelligente Unterhaltung. Was Letzteres betrifft, kann uns in Zukunft vielleicht der Mann helfen, der fürs Foto in eine Kiste gestiegen ist: Michael Elsener, der sich in seinem Beruf als Komiker alles andere als weltflüchtig zeigt, sich nicht versteckt. Der 32-Jährige steht vielmehr für eine Satire neueren Typs: eine, die Aktualität nicht mit industriellen Pointen abfertigt und nicht alles in Witze verwurstet. Stattdessen Themen aufgreift, an die sich andere nicht wagen. Weil sie ihnen zu bekannt, zu dröge oder zu schwierig scheinen.

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