Das bringt der Kino-Sommer

Fortsetzung folgt – von «Mamma Mia», «Mission: Impossible», «Jurassic World» und anderem. Eine Übersicht.

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«Mission: Impossible – Fallout»ab 2. August

Was bisher geschah: Vor 22 Jahren spielte Tom Cruise erstmals den Agenten Ethan Hunt, der gerne Motorrad fährt und verschiedene Masken aufsetzen kann. Jetzt kommt die sechste Mission.
Trumpf des neuen Films: Tom Cruise, Tom Cruise, Tom Cruise.
Aber: Der Mann ist inzwischen fast 56-jährig. Nimmt man ihm da wirklich noch ab, wenn er wie ein Jüngling hoch über norwegischen Fjorden rumkraxelt? Natürlich wissen auch die Produzenten, dass es da Zweifel geben könnte. Und lassen Ving Rhames als seinen langjährigen Weggefährten im Trailer sagen: «Er ist immer noch ganz der Alte!»
Ein Letztes: Ganz die Alten im neuen Film sind bestimmt zahlreiche andere – erstmals in der Serie gibts die gleiche weibliche Hauptrolle wie im Vorgänger (Rebecca Ferguson), den gleichen Bösewicht (Sean Harris) und den gleichen Regisseur (Christopher McQuarrie).

«Mamma Mia! Here We Go Again»ab 19. Juli

Was bisher geschah: Zuerst waren die Abba-Songs. Dann das Musical «Mamma Mia», das 1999 in London Premiere hatte. Dann, von den gleichen Macherinnen, der Film, der vor zehn Jahren zum Welterfolg wurde.
Trumpf des neuen Films: Die starken Frauen aus Teil 1 – Meryl Streep, Amanda Seyfried, Julie Walters – sind wieder da. Und auch Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgård, der damals sagte: «Uns Männern bleibt, was Frauen oft spielen müssen: süss aussehen und lustig sein.»
Aber: Vielleicht ist alles auch ein Etiketten­­schwindel, denn der Film blendet zurück ins Jahr, als Pensionsbesitzerin Donna auf die griechische Insel kam – und in diesen Passagen spielen junge, neue Akteure. Ob sie auch «Money, Money, Money» singen?
Ein Letztes: Die wunderbare Cher hat auch einen Auftritt – als Mama von Meryl Streep.

«Ocean’s 8»ab 21. Juni

Was bisher geschah: George Clooney spielte 2001 erstmals den Dieb Daniel Ocean, der mit Kumpels wie Brad Pitt und Matt Damon ausgetüftelte Raubzüge unternahm. Steven Soderbergh inszenierte damit ein Remake des Rat-Pack-Films mit Frank Sinatra von 1960.
Trumpf des neuen Films: Jetzt klauen Frauen, und zwar nicht weniger prominent besetzt: Cate Blanchett, Anne Hathaway, Rihanna, Dakota Fanning. Und Sandra Bullock als Debbie Ocean, die Schwester des verblichenen Daniel.
Aber: Bei «Ghostbusters» vor zwei Jahren ist das Umschreiben eines Klassikers auf weibliche Rollen schlecht angekommen.
Ein Letztes: Im Trailer gibt es eine witzige Stelle: «Ist das genetisch, ist die ganze Familie so?», will Matt Damon als Überlebender der ­«Ocean’s»-Trilogie wissen. Sandra Bullock antwortet: «So ist es.»

«Sicario 2: Day of the Soldado»ab 19. Juli

Was bisher geschah: «Sicario» (2015) war ein knallharter Drogenthriller an Mexikos Grenze. Regisseur Denis Villeneuve und Kameramann Roger Deakins präsentierten die Gewalt mit viel Stil.
Trumpf des neuen Films: Villeneuve wollte auch Teil 2 inszenieren, zog aber dann weiter in die Zukunft zu «Arrival» und «Blade Runner 2049». Aber Drehbuchautor Taylor Sheridan ist noch da. Und die Hauptdarsteller Josh Brolin und Benicio del Toro sind es ebenfalls.
Aber: Emily Blunt als Polizistin aus Teil 1 wird nicht mehr beschäftigt. Dabei sorgte sie für das nötige Gegengewicht bei all den Männern.
Ein Letztes: Der Filmstart wurde in diesen Sommer verschoben, damit auch die Liebhaber härterer Kost zum Zuge kommen. Ein Kritiker mutmasste auf alle Fälle bereits nach dem Trailer: «Der zweite Film lässt den ersten wie eine Komödie aussehen.»

«Jurassic World: Fallen Kingdom»ab 6. Juni

Was bisher geschah: Steven Spielberg klonte in «Jurassic Park» (1993) erstmals Saurier. Damals gabs zwei belanglose Fortsetzungen, bevor die Viecher 2015 in «Jurassic World» wieder erwachten – und ein Überraschungserfolg wurden.
Trumpf des neuen Films: Die Technik macht Fortschritte. 2015 sahen die Computersaurier bereits viel lebendiger aus als 1993 – und jetzt sind nochmals drei Jahre vergangen.
Aber: Was lässt sich noch erzählen? Der spanische Regisseur Juan Antonio Bayona verspricht für die Fortsetzung mehr Dunkelheit und lässt einen Vulkan auf der Insel ausbrechen.
Ein Letztes: Chaos-Theoretiker Jeff Goldblum ist erstmals seit 1997 wieder dabei. Und er variiert bereits im Trailer seinen berühmten Satz: «Das Leben findet einen Weg.»

«Ant-Man and the Wasp»ab 26. Juli

Was bisher geschah: Alle Marvel-Helden versammelten sich gerade im Hit «Avengers: Infinity War». Alle? Nein, Paul Rudd als Ameisenmann fehlte. Dafür bekommt er jetzt den zweiten eigenen Film nach «Ant Man» (2015).
Trumpf des neuen Films: Michelle Pfeiffer. Sie taucht zum zweiten Mal in einer Comicverfilmung auf – vor mehr als 25 Jahren war sie die Catwoman in «Batman Returns».
Aber: Hat jemand nach dem «Avengers»-Übergriff schon wieder Lust auf Superhelden?
Ein Letztes: Regisseur Peyton Reed hat sich nach eigenen Aussagen bestens auf Frau Pfeiffer vorbereitet, indem er sich jeden Film mit ihr ansah. Nach überschlagsmässiger Rechnung sind das 6818 Minuten Michelle.

(SonntagsZeitung)

Erstellt: 03.06.2018, 18:03 Uhr

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