Extinction Rebellion Schweiz beteiligt sich an Berlin-Blockade

Die Umweltorganisation nimmt an den radikalen Protesten teil, will aber unter allen Umständen gewaltfrei bleiben.

Aktivisten der Extinction Rebellion machen in London mit Kunstblut auf ihr Anliegen aufmerksam. Foto: Reuters

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Schweizer Klimaaktivisten der Gruppe Extinction Rebellion XR (Rebellion gegen das Aussterben) beteiligen sich an der Aktion «Aufstand gegen das Aussterben» in Berlin. Alexandra Gavilano von XR Schweiz bestätigt, dass ihre Gruppe «mit über 40 Personen nach Berlin angereist» sei. Weitere Aktivisten sind nach Paris und London gefahren.

Ab Montag soll es ­XR-Aktionen in weltweit 60 Städten geben. Die grössten und radikalsten Proteste seien dabei in Berlin zu erwarten, schreiben deutsche Medien. Es wird insbesondere mit Verkehrsblockaden gerechnet.

Ziviler Ungehorsamsei legitim und richtig

«Wir wollen gewaltfrei bleiben, keine Beschädigungen, keine ­Angriffe und keine Zerstörungen», versichert Gavilano. Sie hat ihre Aktivisten aufgefordert, sich von allfälligen Gewaltherden fernzuhalten oder sich bei Gewaltausbrüchen zu entfernen. «Trotzdem», so kündigt die Aktivistin an, «werden einige der Schweizer Aktivisten nicht nur an den Politaktionen teilnehmen, sondern sich auch an den ­Blockaden beteiligen.» Ziviler Ungehorsam sei angesichts der Klimasituation legitim und richtig.

XR bekennt sich zwar zum Prinzip der Gewaltlosigkeit, schreckt aber nicht davor zurück, das öffentliche Leben massiv zu stören. Konkret hat XR in Berlin angekündigt, etwa den Potsdamer Platz oder Strassen rund um das Kanzleramt zu blockieren. Behörden und Medien mutmassen, dass Bahnhöfe und der Flughafen Tegel ebenfalls blockiert werden könnten. Die Organisation fordert seit Tagen auf Stoffbannern in der Stadt «Klimakatastrophe stoppen! Berlin ab 7. Oktober blockieren».



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Erstellt: 06.10.2019, 00:08 Uhr

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