Stellungnahme der Gamaraal Stiftung zum Artikel

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Im Bericht «Kritik an Holocaust-Ausstellung» vom 28. Januar 2018 wird der Ausstellung «The Last Swiss Holocaust Survivors», welche von der Gamaraal Stiftung verantwortet wird, «Täuschung» vorgeworfen. Wir weisen diesen Vorwurf aufs Schärfste zurück:

Aufgrund des Alters der noch lebenden Holocaust-Generation besteht jetzt einer der letzten Zeitpunkte, um Menschen, die den Holocaust überlebt haben und als Zeitzeugen darüber berichten können, zu begegnen. Die Ausstellung bietet deshalb eine Begegnung mit einigen dieser letzten Überlebenden des Holocaust, die während oder nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in die Schweiz gekommen sind. Alle Porträtierten sind Holocaust-Überlebende. Einzige Ausnahme ist der im Artikel erwähnte Vertreter der sog. Zweiten Generation; darauf wird in der Ausstellung, die vom Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich wissenschaftlich begleitet wird, ausdrücklich hingewiesen.

Auch die Kritik an der Stiftung über die Verwendung der Mittel ist unbegründet. Für jedes Projekt der Stiftung, so auch für die Ausstellung, werden ein separates Fundraising durchgeführt und getrennte Konten geführt. Die Stiftung verwendet die erhaltenen Spenden getreu den Vorgaben der jeweiligen Spender für ein konkretes Projekt. Es werden der Stiftung etwa 40% der erhaltenen Gelder für die Unterstützung von Holocaust-Überlebenden und etwa 60% für die Ausstellungen (und weitere Projekte im Bereich Holocaust-Education) gespendet und entsprechend verwendet.

Die im Artikel gemachte Behauptung, wonach über 90% der erhaltenen Mittel in die Ausstellungen fliessen, ist falsch, weil das Gesamtbudget der Ausstellung mit einer einzigen Jahresausgabe zu Gunsten bedürftiger Holocaust-Überlebender verglichen wird, obwohl die Stiftung jedes Jahr bedürftige Überlebende finanziell unterstützt. Aus demselben Grund ist auch die Behauptung, dass die Stiftung viermal mehr an die Ausstellungsagentur als an Bedürftige zahlt, falsch. Im Übrigen hätte der Beitrag der Gamaraal Stiftung nicht mit dem Gesamtbudget des VSJF, sondern mit dessen Budget für Holocaust-Überlebende verglichen werden müssen.

Dass einige von der Stiftung unterstützte Menschen eine Zuwendung “empört zurückgewiesen” haben sollen, haben wir noch nie gehört. Im Gegenteil, wir erhalten berührende und zu Herzen gehende Dankesschreiben.

Gamaraal Stiftung Der Stiftungsrat

Erstellt: 02.02.2018, 07:24 Uhr

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