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Streit um die richtige Geburt

Bisher durften Geburtshäuser auch Risiko-Entbindungen durchführen. Der Kanton Zürich will dafür aber nicht mehr bezahlen. Jetzt wehren sich die Hebammen.

Stimmen die Reflexe? Eine Hebamme untersucht ein Neugeborenes. Foto: Gaëtan Bally/Keystone
Stimmen die Reflexe? Eine Hebamme untersucht ein Neugeborenes. Foto: Gaëtan Bally/Keystone

Andrea Trindler ist überglücklich. Auch heute noch, mehr als ein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter. Diese kam natürlich und komplikationsfrei im Geburtshaus Zürcher Oberland zur Welt, «in einer absolut ruhigen und schönen ­Atmosphäre», wie Trindler sagt.

Der Kanton Zürich mag ihr die Freude aber offenbar nicht gönnen. Er will nicht für die Geburt zahlen und hat auch die Krankenkasse darüber informiert, damit sie dies nicht tut. Jetzt muss das Geburtshaus selbst dafür aufkommen. Der Grund für die Sanktion ist laut Geburtshaus: Das Kind von Andrea Trindler ist erst zwei Wochen nach dem berechneten Geburtstermin entbunden worden, ohne dass ein Arzt kontaktiert wurde. Der hätte abklären müssen, ob ein Problem besteht und eine Geburtseinleitung mithilfe von Medikamenten nötig ist.

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