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Vergiss es!

Wie das Gehirn im Traum unwichtige Erinnerungen löscht.

Schlaf: Gewisse Neuronen räumen Gedächtnis-Ressourcen für den kommenden Tag auf Foto: Christof Schürpf/Keystone
Schlaf: Gewisse Neuronen räumen Gedächtnis-Ressourcen für den kommenden Tag auf Foto: Christof Schürpf/Keystone

Eines Nachmittags im April 1929 kam ein Journalist einer Moskauer Zeitung mit einem ungewöhnlichen Problem in das Büro von Alexander Lurija: Er konnte einfach nicht vergessen. Lurija, ein Neuropsychologe, testete den Mann, indem er ihn mit Folgen von Zahlen, Wörtern, fremdsprachigen Gedichten und wissenschaftlichen Formeln bombar­dierte. All das konnte Solomon Schereschewski, wie der Mann hiess, der später als «S.» in die Fachliteratur einging, problemlos rezitieren. Er erinnerte sich auch noch nach vielen Jahren, immer wenn ihn Lurija testete, perfekt an die Zahlenfolgen.

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