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Vormarsch derewigen Studenten

Nach ihrer historischen Wahlschlappe sollte die SP sich des Opel-Fahrers entsinnen, schreibt Markus Somm.

MeinungMarkus Somm
In Wahrheit läuft es überhaupt nicht gut für ihn und seine SP, aber die Medien schonen sie. Christian Levrat während der Elefantenrund am Wahlsonntag (20. Oktober 2019). Foto: Anthony Anex (Keystone)
In Wahrheit läuft es überhaupt nicht gut für ihn und seine SP, aber die Medien schonen sie. Christian Levrat während der Elefantenrund am Wahlsonntag (20. Oktober 2019). Foto: Anthony Anex (Keystone)

Was wäre geschehen, wenn die SVP in den Wahlen vom vergangenen Sonntag ihr schlechtestes Ergebnis seit 1919 gemacht hätte? Journalisten, Politiker, Pfarrer, Politologen und Schriftsteller wären noch heute damit ­beschäftigt, seiten- und stundenlang darüber zu sprechen und zu schreiben, mit ernster Miene, wenig Mitleid und ­geniesserischer Präzision. Wenn aber die Sozialdemo­kratische Partei, die stärkste Kraft der Linken seit einem Jahrhundert, ihr schlechtestes Ergebnis seit 1919 erzielt, dann bleibt es gespenstisch ruhig. Da und dort ein ­Textlein, hier und da eine knappe Bemerkung, ansonsten Schweigen im Wald. Christian Levrat, der einsame ­SP-Präsident, bringt es gar fertig, sich öffentlich als Wahlsieger zu fühlen – und niemand in den Medien lacht ihn aus. Stattdessen behandelt man ihn wie einen alten, etwas peinlichen Verwandten, der unangemeldet zu ­Besuch gekommen ist, redet mit ihm, ohne auf ihn zu ­hören – und hofft, dass er bald wieder nach Hause fährt.

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