«Was Trump macht, ist schändlich»

Roger Schawinski über den antisemitischen Anschlag in Pittsburgh, einen «Wolkenbruch» und ein Fussballstadion für Zürich.

«Ich war immer ein Rebell, der vieles verändert hat»: Roger Schawinski, 73. Bild: Sebastian Magnani

«Ich war immer ein Rebell, der vieles verändert hat»: Roger Schawinski, 73. Bild: Sebastian Magnani

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Arbeiter in weissen Kitteln stehen rauchend vor dem Eingang; an der Hottingerstrasse 10 in Zürich, dem Sitz von Radio 1, wird umgebaut. Oben im 2. Stock empfängt Roger Schawinski in seinem Büro zum Gespräch, vor sich eine Tasse Tee. Das dumpfe Geknatter der Bohrmaschinen verstummt – im Radiostudio gehen gerade die Nachrichten auf Sendung.

Herr Schawinski, ein antisemitischer Extremist erschoss vor einer Woche in einer Synagoge in Pittsburgh elf betende Menschen und brüllte judenfeindliche Parolen. Was löst das in Ihnen aus?
Leider hat man so etwas erwarten müssen. Das Klima wurde bewusst angeheizt. Schon in seinem Wahlkampf sagte Donald Trump, er habe eine Wut in sich, und er wolle diese Wut in die Gesellschaft hinaustragen. Daraus ziehen gewisse labile Leute ihre Schlüsse.

Wacht da gerade etwas auf, das lange direkt unter der Oberfläche geschlummert hat?
Die antisemitischen Übergriffe in Amerika sind 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent gestiegen. Man kann nicht davon ausgehen, dass es 57 Prozent mehr Antisemiten gibt, sondern es ist das Klima, das sich verändert hat.

Man traut sich wieder, offen antisemitisch zu sein?
Das wurde gezielt geschürt. Der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt sagte, in diesem Amt gehe es vor allem um Moral Leadership. Donald Trump macht das genaue Gegenteil. Die Rassisten verstehen seine Codes. Sie wissen, was wirklich gemeint ist. Und einige besonders Durchgeknallte handeln dann eben. Trump müsste die Nation zusammenbringen und nicht Gruppen aus wahltaktischen Gründen gegeneinander aufhetzen. Das ist schändlich.

Wie nehmen Sie selber Antisemitismus wahr?
Als ich als Jugendlicher das jüdische Gemeindehaus an der Zürcher Lavaterstrasse besuchte, konnte man einfach hineingehen. Heute gibt es Schleusen, man muss sich ausweisen. Diese Sicherheitsmassnahmen sind leider seit längerem notwendig. Das allein ist schon ein bedenkliches Zeichen. Die Auseinandersetzung hat sich bei uns zwar in den letzten Jahren mehr auf die Muslime gerichtet. Aber irgendwann kommen immer und überall auch die Juden ins Spiel, weil sie die älteste Minderheit sind.

«Das Radio hält sich enorm gut. Moderiertes Radio liefert
im Gegensatz zum Internet Emotionen, Menschen.
Darum ist der Zuspruch gross und wird es auch bleiben.»

Wie begegnet man dem? Wird man irgendwann gleichgültiger oder im Gegenteil radikaler?
Seit zwei Jahren bin ich Anti-Trump-süchtig. Ich investiere in dieses Thema mehrere Stunden pro Tag, schaue amerikanische Fernsehsendungen, lese amerikanische Zeitungen. Ich fiebere den Midterm-Wahlen vom nächsten Dienstag entgegen und hoffe, dass die USA nicht ganz vom Weg abkommen.

Aber noch einmal: Was kann man, was können Sie da tun?
Ich habe jeden Montag eine Sendung bei Radio 1, in der ich diese Entwicklung immer wieder thematisiere. Ich möchte das Bewusstsein dafür wecken, dass ein solcher Präsident, der bewusst alle Regeln bricht, gefährlich ist. Und dass ähnliche Tendenzen auch bei uns in Europa bekämpft werden sollten.

Mark Zuckerberg sagte kürzlich in einem Interview, er sei dagegen, dass man Holocaust-Leugner auf Facebook sperre. Er ist Jude.
Seine Herkunft ist nicht das relevante Thema. Die Meinungsäusserungsfreiheit ist in den USA durch die Verfassung viel stärker geschützt als anderswo. Wichtig ist hingegen der richtige Umgang mit den sozialen Medien, etwa die Unterwanderung durch Millionen von Bots und gezielt gestreute Falschmeldungen, die vor allem aus Russland kommen. Das scheint Facebook noch nicht im Griff zu haben. Der Attentäter von Pittsburgh war natürlich in einem rechtsextremen Blog aktiv. In Amerika laufen solche extremen Blogs unter dem Titel «free speech».

Die Redefreiheit ist doch im Grundsatz eine gute Idee.
Ja, aber im Internet ist eine riesige Subkultur entstanden, die wirklich gefährlich ist, etwa durch Verschwörungstheoretiker, welche die unglaublichsten Dinge verbreiten. Sehr viele Leute informieren sich ausschliesslich auf diesen Portalen. Sie leben damit in einer Echokammer und sind für Fakten nicht mehr empfänglich. Das macht Angst. Darüber habe ich vor kurzem ein Buch geschrieben.

In Deutschland spricht die AfD über die Themen, die anderen unangenehm sind. Der Aufstieg dieser Partei ist untrennbar mit der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel verbunden. Fanden Sie es richtig, dass sie 2015 die Grenzen nicht geschlossen hat?
Es war eine Extremsituation. Sie wurde von ihr überrannt und musste in sehr kurzer Zeit handeln. Es war Ausdruck einer menschlichen Haltung. Die Migration ist ein gewaltiges Problem. Da hat niemand eine Patentlösung. Zuletzt die AfD.

«Importieren» wir mit der Zuwanderung aus muslimisch geprägten Ländern auch einen Antisemitismus?
Viele, die in Europa Asyl suchen, kommen aus einer Kultur, in der die Juden als Feinde gelten. Das ist bei uns ein neues Problem. Es gibt jetzt einen rechten Antisemitismus, einen linken Antisemitismus – und einen Antisemitismus aus muslimischen Kreisen. Der manifestiert sich vor allem in Frankreich.

Kann man als Nicht-Jude Israel oder die israelische Politik kritisieren, ohne sich dem Antisemitismus-Vorwurf auszusetzen?
Auch ich kritisiere die heutige israelische Regierung, und zwar heftig. Aber ich stehe hinter dem Existenzrecht von Israel. Es gibt Kritik und Kritik. Wenn man etwa Israel und die Nazis gleichstellt, wie es gewisse Leute heute tun, dann ist dies klar antisemitisch. Dann stellt man die Juden bewusst auf die gleiche Stufe mit den allergrössten Verbrechern.

Vor allem von muslimischen Zuwanderern wird gefordert, dass sie sich integrieren. Wir wollen keine Parallelgesellschaften. Ist es aber nicht so, dass auch orthodoxe Juden eine Art Parallelgesellschaft bilden?
In allen Religionen gibt es heute leider starke Tendenzen zu fundamentalistischen Bewegungen. Aber eines ist klar: In keiner jüdischen Synagoge wurde der Jihad gepredigt. Die orthodoxen Juden schliessen sich zwar ab, doch sie sind für den Rest der Gesellschaft in keiner Form gefährlich.

In Schweizer Kinos läuft gerade der Film «Wolkenbruch». Er erzählt von einem jungen orthodoxen Juden in Zürich, der sich von seiner «Mame» nicht verkuppeln lassen will und sich in eine Nicht-Jüdin verliebt. Haben Sie den Film gesehen?
Ja. Der Film ist toll. Es ist eine Komödie mit Tiefgang, die vielen Zuschauern eine neue Welt öffnet. Er zeigt den Konflikt, den es gibt, wenn junge Leute aus geschlossenen Gesellschaften mit unserer Welt konfrontiert werden. Die müssen sich dann oft entscheiden, entweder für die Familie und die Tradition oder für die Liebe und die Freiheit.

Sie sind in dem Zürcher Quartier aufgewachsen, in dem der Film spielt. Wie authentisch gibt er die Welt der orthodoxen Juden wieder?
Ich bin beim Bahnhof Wiedikon aufgewachsen, im heutigen Epizentrum des orthodoxen Zürich. Chassiden mit Kaftan und Biberschwanz-Hüten hat man damals kaum gesehen. Da hat sich vieles verändert. Nach der Premiere habe ich mit einem Rabbiner gesprochen, der sagte, der Film gebe die jüdisch-orthodoxe Welt recht gut wieder.

Bedient dieser Film nicht einfach die üblichen Klischees und schafft eine Differenz zwischen «denen» und «uns»?
Es ist natürlich eine Gratwanderung. Aber sie haben das gut hingekriegt. Und das teilweise in einer Sprache, von der die meisten wohl nicht wussten, dass es sie noch gibt: Jiddisch. Zum Erstaunen von vielen versteht man dies als Zuschauer relativ gut. Und zusätzlich gibt es ja Untertitel.

Wurde bei Ihnen zu Hause Jiddisch geredet?
Meine Eltern sind in der Schweiz geboren. Aber meine Grossmutter sprach noch Jiddisch. Sie ist vor 104 Jahren in die Schweiz gekommen. Sie verliess Polen wegen des grassierenden Antisemitismus. Zum Glück ging die Familie nicht nach Deutschland oder Frankreich, sonst wäre wohl mein Vater nie geboren worden – und ich schon gar nicht.

Wurden Sie streng erzogen?
Meine Eltern waren liberal, in jeder Beziehung. Sie haben immer alles toll gefunden, was ich machte. Als ich als Erster der ganzen Schawinski-Familie die Matura bestand, waren sie überrascht. Als ich dann noch den Doktortitel holte: Was, ein Doktor in unserer Familie? Und jetzt gründet er noch ein Radio! Gewundert haben sich meine Eltern schon über mich, aber meine «Mame» hatte nur Angst, dass ich mich arbeitsmässig überfordere. Die kulturelle Problematik, die der Film zeigt, gab es bei uns in keiner Weise.

Und wie leben Sie heute Ihre Religion? Gehen Sie regelmässig in die Synagoge?
Ich war viele Jahre weit weg und habe dreimal eine nicht jüdische Frau geheiratet. Aber unsere Tochter Lea hat mit 14 Jahren gesagt, dass sie eine starke Affinität zum Judentum habe. Sie ist übergetreten und hat in der Synagoge der Liberalen Gemeinde Bat Mitzwa gefeiert. Durch meine Tochter bin ich jetzt wieder etwas näher an der Religion dran.

In Ihrer Autobiografie schildern Sie nicht nur Ihre jüdischen Wurzeln, sondern auch Ihre Leidenschaft für Fussball. Heute engagieren Sie sich im Pro-Komitee für ein neues Stadion in Zürich – eine Todsünde für einen Journalisten, für den das Gebot der Unabhängigkeit gelten sollte.
Absolut. Ich habe das noch nie gemacht und immer alle Anfragen abgelehnt. Aber jetzt geht es um Zürich. Es ist die letzte Chance für ein solches Stadion. Ich bin der Meinung, auch wenn das vielleicht etwas unbescheiden tönt: Nachdem ich dieser Stadt das erste private Radio der Schweiz gebracht habe und dann auch noch das erste Fernsehen, will ich nun mithelfen, dass wir als letzte Stadt des Landes endlich ein richtiges Fussballstadion bekommen.

Es gibt schon eines, den Letzigrund.
Der Letzigrund ist kein Fussballstadion. Das ist ein Leichtathletikstadion. Der Hardturm hat Tradition, ich habe dort meine halbe Jugend verbracht. Er passt wunderbar zu beiden Zürcher Clubs.

Aber ist dieser Deal der Stadt Zürich mit der Credit Suisse denn lupenrein?
Das ist der bestmögliche Deal. Ich habe ihn als Journalist seriös durchgecheckt. Man kann heute Stadien nur mit Mischrechnungen bauen. Das gilt überall. Die Gegner verwenden stets zwei Catch­words: Luxuswohnungen und Milliarden-Bschiss. Beides ist grundfalsch.

Wegen der geplanten Hochhäuser drohen Einsprachen.
Die gibt es immer. Es ist reine Seldwyla-Politik, wenn ein paar bürgerliche Leute in Höngg das Gefühl haben, sie hätten das absolute Anrecht auf freie Sicht auf die Alpen. Dies sei wichtiger als alles andere. Wir haben ja schon den Prime Tower.

Der ist nicht so hoch.
Elf Meter Unterschied!

Das ist ein Penalty.
Genau. Wo sind wir denn?

Auch die Krawalle, die Zürcher Fussballfans immer wieder veranstalten, sind nicht gerade die beste Werbung für das Stadionprojekt.
Wenn man jetzt diesen 200 Hooligans nachgeben und alle anderen dafür bestrafen würde, wäre das eine völlig unsinnige Politik. Hooligans sind eine Aufgabe der Polizei, die soll das lösen. Und das muss sie besser als bisher, unabhängig davon, ob es ein neues Stadion gibt oder nicht.

Gehen Sie als FCZ-Fan selber denn viel ins Stadion?
Hin und wieder. In den letzten Jahren etwas weniger, auch weil es kein richtiges Stadion mit viel Stimmung gibt.

Ist Ihr Engagement für das Stadion Ihr Sprungbrett für eine Karriere als Politiker?
Nein. Politiker müssen immer Loyalitäten beachten. Ich bin Journalist und fühle mich der Wahrheit und den Fakten verpflichtet.

Die Medienlandschaft befindet sich gerade im Umbruch. Wohin geht die Reise? Wird es in zehn Jahren noch gedruckte Zeitungen geben?
Für eine kleinere Gruppe als heute, ja.

Und moderiertes Radio?
Das Radio hält sich enorm gut. Es ist zwar ein altes Medium, es konnte sich aber technologisch anpassen. Moderiertes Radio liefert im Gegensatz zum Internet Emotionen, Menschen. Darum ist der Zuspruch gross und wird es auch bleiben.

Und beim Fernsehen? Sie haben sich stark gegen die No-Billag-­Initiative engagiert. Das SRF scheint jetzt aber einfach weiterzumachen wie zuvor.
Die Alternative wäre verheerend gewesen. Wenn es kein öffentlich-rechtliches Fernsehen, keine SRG mehr gegeben hätte, dann hätten wir jetzt einfach ein Desaster. Dass die SRG ein schwer zu steuernder Tanker ist, ist offensichtlich. Aber sie geben sich Mühe. Das mit dem Umzug des Radiostudios Bern wurde leider psychologisch schlecht angegangen.

Schlecht kommt jetzt auch die Wahl eines neuen SRF-Direktors an. Das Vorgehen wird als intransparent kritisiert.
Als ich mich bei einer früheren Direktorenwahl als Jux-Kandidat zur Verfügung stellte, hatten alle Bewerber ein Hearing vor den Mitarbeitern. Diese Transparenz gibt es nicht mehr. Das ist schade.

Und heute, wäre das nichts für Sie?
Mit 73 entspreche ich nicht ganz dem Profil . . .

Wurden Sie wenigstens um Rat gefragt?
Noch nie, von niemandem. Wenn die Leute einmal im Amt sind, haben sie das Gefühl, sie wüssten alles viel, viel besser.

Haben Sie keine Angst, dass Ihnen irgendwann der Saft ausgeht?
Mein alter Freund Heiner Gautschy machte vor vielen Jahren eine Livesendung, bei der er mit den Kameras zu den Leuten nach Hause ging. Einmal sagte er: «Ich bin bei einem ganz grossen Schweizer Dichter, er heisst . . .» Er wusste den Namen nicht mehr. Jemand hat ihm zugeflüstert, «Hugo Lötscher». Das wird mir hoffentlich nie passieren. Vorher gehe ich. Versprochen!

Viktor Giacobbos Schawinski-Parodie sagte stets «Isch mini Idee gsi». Nun haben Sie ja tatsächlich so einiges erfunden und gegründet. Worauf sind Sie besonders stolz?
Ich habe viel mehr erreicht, als ich je erwarten durfte. Wenn man es zusammenfassen will: Ich war immer ein Rebell, der vieles verändert hat und der dafür von der katholischen Universität Freiburg einen Ehrendoktortitel bekommen hat. Das ist eigentlich gar nicht so schlecht, finde ich.

(SonntagsZeitung)

Erstellt: 03.11.2018, 20:24 Uhr

Der Erfinder

Roger Schawinski ist 1945 in Zürich geboren. Er gründete die Sendung «Kassensturz» des Schweizer Fernsehens, das erste Schweizer Privatradio Radio 24, den ersten Schweizer Privatfernsehsender TeleZüri, das Radio 1 für Erwachsene und das erste nationale Privatfernsehen Tele 24. Von 2003 bis 2006 war er Geschäftsführer von Sat 1. Heute moderiert er die Talksendung «Schawinski» auf SRF. Dort ist morgen Joel Basman zu Gast, Hauptdarsteller im neuen Kinofilm «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse». Schawinski ist in dritter Ehe verheiratet.

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