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Weinlese ist zwei Wochen früher

Daten der letzten 660 Jahre über die Traubenernte im Burgund zeigen: Das Klima nimmt neue Dimensionen an.

Der Erntezeitpunkt hat sich seit dem 14. Jahrhundert deutlich vorverschoben: 2018 wurden die Pinot-noir-Trauben in der Bündner Herrschaft schon am 17. September geerntet. Foto: Keystone
Der Erntezeitpunkt hat sich seit dem 14. Jahrhundert deutlich vorverschoben: 2018 wurden die Pinot-noir-Trauben in der Bündner Herrschaft schon am 17. September geerntet. Foto: Keystone

Es ist Erntezeit. Die Trauben sind reif und versprechen auch dieses Jahr einen guten Tropfen. Es wird aber kein 2018er mehr werden. Das letzte Jahr war für die Winzer aussergewöhnlich. In den Zürcher Rebbergen zum Beispiel war es so warm wie im Durchschnitt im Wallis und im Tessin.

Das Jahr 2018 passt in die Entwicklung der letzten 30 Jahre, wie eine neue Datenreihe der letzten 664 Jahre aus dem Weingebiet ­Beaune im Burgund zeigt. Dort ­haben Forscher den jährlichen ­Erntezeitpunkt für diese lange Zeitperiode aus Archiven ermittelt: Seit 1988 wurde der Ernte­zeitpunkt durch den Klimawandel stärker nach vorne verschoben. Heute findet die Ernte im Durchschnitt 13 Tage früher statt. ­«Extremwerte von damals sind heute Normalwerte», sagt Christian Pfister.

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