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Wie die Schweiz Afrikas besten Junior im Elend versinken liess

Der Fall von Boubacar Traoré zeigt: Auch die Schweiz spielt bei der Ausbeutung minderjähriger Fussballtalente mit.

Wir stehen im Halbfinal der U-17-Fussball-Weltmeisterschaft des Jahres 2015 in La Serena, Chile. Belgien spielt gegen die Überraschungsmannschaft: Mali, der Wüstenstaat in Afrika. Wie erwartet gehen die Belgier in Führung, aber in der 26. Minuten schiesst ein 17-jähriger Malier den Ausgleich und legt den Grundstein für den späteren 3:1-Überraschungssieg der Afrikaner: Boubacar Traoré. Der Junge ist ein Supertalent. Ballstark, flink und mit einem unglaublichem Zug zum Tor.

Die U-17-WM ist ein Mekka für zahllose Talentjäger, die auf fette Gewinne hoffen, mit dem Transfer von talentierten Kindern und Jugendlichen aus Afrika. Kleine Jungen mit viel Hoffnung, die nichts zu verlieren haben. Als sie Traoré am Ball sehen, ist ihr Interesse geweckt. Wie bei so vielen jungen Fussballtalenten aus Afrika ist das aber auch für Boubacar Traoré der Anfang eines jahrelangen Leidenswegs.

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