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Zwei Brüder, ein Herrscher

In Kuba endet die Ära Castro: Raúl tritt als Staatschef ab. Er stand bis zum Schluss im Schatten seines grossen Bruders Fidel.

Personenkult: Menschen tragen ein Riesenbild von Fidel und Raúl Castro an der Parade zum 1. Mai 2017 – ­der erste Tag der Arbeit nach Fidels Tod. Foto: Polaris/laif
Personenkult: Menschen tragen ein Riesenbild von Fidel und Raúl Castro an der Parade zum 1. Mai 2017 – ­der erste Tag der Arbeit nach Fidels Tod. Foto: Polaris/laif

60 Jahre. Kein anderes Bruderpaar in Lateinamerika war so lange so mächtig wie die Castros in Kuba. Fidel und Raúl waren ein höchst ungleiches, jedoch unschlagbares Doppel, das über Jahrzehnte alle Wider­sacher, Nebenbuhler und Emporkömmlinge aus dem Weg geräumt hat.

Fidel, der vor eineinhalb Jahren mit 90 gestorben ist, war gross und stark, charismatisch und blitzgescheit. Raúl, der nun kommende Woche mit 86 als Staatschef abtritt, ist klein und fein, wortkarg und unauffällig. Sein grosser Bruder war ihm in allen Belangen überlegen.

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