Curling

Flimserinnen wollen nach WM-Gold auch EM-Gold

Acht Monate nach dem Gewinn des WM-Titels haben die Flimser Curlerinnen um Skip Binia Feltscher die grosse Chance, auch Europameisterinnen zu werden. Sie stehen an der Heim-EM in Champéry im Final.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Christine Urech, Franziska Kaufmann, Irene Schori und Binia Feltscher gewannen die packende und auf hervorragendem Niveau stehende Playoff-Partie gegen die bis dorthin ungeschlagenen Russinnen um Skip Anna Sidorowa 6:5.

Die Flimserinnen waren bislang das einzige Team, das die Russinnen an dieser EM in Verlegenheit bringen konnte. In der 5:9 verlorenen Round-Robin-Partie wie auch im Playoff-Spiel war phasenweise brillantes Curling zu sehen. In der zweiten Spielhälfte der Playoff-Partie glichen die generös kämpfenden Schweizerinnen nach einem 1:4-Rückstand auf 5:5 aus. Die Russinnen hatte im 10. und letzten End den Vorteil des letzten Stein. Der Schweizer Crew glückte es indessen, ein Spiel aufzubauen, das Sidorowa für den letzten Versuch vor eine diffizile Aufgabe stellte. Prompt geriet ihr Stein ein paar Zentimeter zu kurz, die Schweizerinnen konnten unter dem Applaus der vielen Zuschauer in Jubel ausbrechen.

Die Schweizer Crew geniesst am Freitag einen Ruhetag, der Final ist auf Samstag um 10 Uhr angesetzt. In diesem Endspiel werden die Schweizerinnen entweder erneut auf die Russinnen treffen oder auf die Däninnen, gegen die sie in der Vorrunde 8:4 gewonnen haben. Das auf zwei Positionen frisch besetzte dänische Team um Skip Lene Nielsen schlug in seiner Playoff-Partie etwas überraschend die Schottinnen (Eve Muirhead), die Olympia-Dritten und Weltmeisterinnen von 2013.

Die Adelbodner Curler um Skip Sven Michel können ihren EM-Triumph aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Sie verloren das Playoff-Spiel gegen Weltmeister Norwegen 2:5. Eine Medaille haben Stefan Meienberg, Simon Gempeler, Florian Meister und Sven Michel indessen noch in Griffnähe. Heute Abend ab 19.30 Uhr treffen sie sich mit dem Verlierer des vorgängigen Halbfinals zum Spiel um Bronze. Der Gegner wird entweder aus italienische Überraschungsteam aus dem Südtirol oder erneut Norwegen sein.

Das Weltmeister-Team des sehr erfahrenen, seit rund zehn Jahren an nahezu allen grossen Titelkämpfen vertretenen Thomas Ulsrud scheint den Adelbodnern nicht gut zu liegen. Die Norweger gewannen auf EM-, WM- und Olympia-Niveau sieben von acht Direktbegegnungen. Der einzige Erfolg der Schweizer war jener im letztjährigen EM-Final im norwegischen Stavanger.

Erstellt: 27.11.2014, 22:05 Uhr

Artikel zum Thema

«Jetzt sind es schlichtweg zu viele Flüchtlinge»

Der Strom der Menschen, die aus Libyen heraus wollen, reisst nicht ab. Die Menschen, die es über die Grenze nach Tunesien geschafft haben, haben Angst zu reden. Unter ihnen sollen auch afrikanische Söldner sein. Mehr...

Das müssen die Libyer allein zu Ende bringen

Sollte sich jetzt der Westen einmischen, würde die Revolution in Libyen ihre Legitimität verlieren. Mehr...

Die USA frieren 30 Milliarden Dollar an libyschen Guthaben ein

Der libysche Machthaber Ghadhafi wird international weiter isoliert. In seinem ehemaligen Reich beschränkt sich seine Macht noch auf Tripolis. Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtet laufend über die Lage in Libyen. Mehr...

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Bergungsarbeiten nach Taifun-Katastrophe: Der heftige Wirbelsturm «Hagibis» hinterliess über weite Teile Japans eine Spur der Verwüstung. Die Zahl der Todesopfer ist gemäss eines japanischen Fernsehsenders auf 66 gestiegen. (15. Oktober 2019)
(Bild: Jae C. Hong/AP) Mehr...