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Messi und die väterliche Gier

Jorge Horacio Messi hat aus seinem schüchternen Sohn Lionel ein Millionenbusiness gemacht – auch mit einem fragwürdigen System.

Im September 2013 luden die spanischen Behörden Jorge Horacio Messi in Gava zu einer Anhörung.
Im September 2013 luden die spanischen Behörden Jorge Horacio Messi in Gava zu einer Anhörung.
Imago, Getty Images
Messi senior kümmerte es nie, dass man ihn in Spanien und Argentinien als arroganten, überambitionierten, habsüchtigen Vater wahrnimmt.
Messi senior kümmerte es nie, dass man ihn in Spanien und Argentinien als arroganten, überambitionierten, habsüchtigen Vater wahrnimmt.
Franck Fife, AFP
Man schätzt ­Messis jährliche Einnahmen auf 65 Millionen Euro. Der Vater suchte früh nach Wegen, möglichst viel davon in der Familie zu behalten. Das geschah über ein Geflecht von Offshorefirmen in Uruguay.
Man schätzt ­Messis jährliche Einnahmen auf 65 Millionen Euro. Der Vater suchte früh nach Wegen, möglichst viel davon in der Familie zu behalten. Das geschah über ein Geflecht von Offshorefirmen in Uruguay.
EPA/Daniel Karmann
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Es ist nicht überliefert, wer die Idee für den Namen ursprünglich hatte. Aber da steht er nun in der Weltöffentlichkeit, ­offenbart von den Panama Papers: Mega Star Enterprises. Nicht Star, nicht Superstar, sondern Megastar. Das klingt schon mal erstaunlich laut und unbescheiden für eine Briefkastenfirma in einem Steuerparadies, für offshore, für etwas eher Verstecktes und Anrüchiges also. Gedient habe die Firma zu nichts, sagt Jorge Horacio Messi, die Vorwürfe gegen ihn und seinen Sohn seien nichts als Lüge. Der Megastar in diesem Fall ist der Sohn, Lionel Andrés Messi, auch ­bekannt als Leo, der beste Fussballer seiner Generation. Vater Jorge, 58 Jahre alt, ähnliche Gesichtszüge, betritt die Bühne fast nie. Und wenn er sie betritt, dann klatscht selten jemand. Das Klatschen ist zuletzt auch beim Sohn ­etwas weniger geworden.

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