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Anton am Boden - Nibali in Rot

Ein Sturz noch vor Beginn der Schlusssteigung der 14. Vuelta-Etappe hat Igor Anton die Leaderpositon gekostet. Neuer Gesamterster ist Vincenzo Nibali.

Der Grund des Sturzes des Spaniers Igor Anton 6 km vor dem Ziel mitten im Feld war nicht auszumachen. Der Gesamterste zog sich Prellungen und Schürfwunden am rechten Oberschenkel und Oberarm zu. Der Baske stieg in den Mannschaftswagen seines Teams Euskaltel-Euskadi und gab damit die Rundfahrt auf. In den durch den Leader ausgelösten Sturz waren sechs weitere Fahrer verwickelt. Am schlimmsten traf es Antons Teamkollegen Egoi Martinez, der mit dem Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch in ein Spital verbracht werden musste.

Im bis zu 19 Prozent steilen Schlussaufstieg kam es zu einer raschen Selektion. Vincenzo Nibali konterte 1400 m vor dem Ziel einen Angriff des Spaniers Ezquiel Mosquera. Der Italiener musste Joaquin Rodriguez aufschliessen lassen. Der WM-Dritte von Mendrisio setzte sich 800 m vor Schluss ab und holte noch 20 Sekunden Vorsprung heraus. Für Rodriguez handelte es sich um den ersten Etappensieg in der Vuelta seit 2003. Damals hatte der Spanier die 8. Etappe auf Pla de Beret für sich entschieden.

Über die Vergabe des Leadertrikots entschieden wenige Sekunden. Der bisherige Gesamtzweite Vincenzo Nibali rückte auf die Postion 1 auf, allerdings mit nur vier Sekunden Vorsprung auf Rodriguez. Nibali gilt als die neue, italienische Rundfahrten-Hoffnung. Der Sizilianer hatte den Giro als Gesamtdritter beendet und danach die Tour de France ausgelassen, um sich auf die Vuelta vorzubereiten.

65. Vuelta a España. 1.4 Etappe, Burgos - Peña Cabarga (178 km): 1. Joaquin Rodriguez (Sp) 4:26:43. 2. Vincenzo Nibali (It) 0:20. 3. Ezequiel Mosquera (Sp) 0:22. 4. David Moncoutié (Fr) 0:33. 5. Nicolas Roche (Irl) 0:34. 6. Fränk Schleck (Lux) 0:35.

Gesamtklassement: 1. Vincenzo Nibali (It) 60:55:39. 2. Joaquin Rodriguez (Sp) 0:04. 3. Ezequiel Mosquera (Sp) 0:50.

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