Das grosse Hoffen auf Johann Vogel

1:4-Niederlage gegen Servette. GC musste nach dem 1:0-Sieg bei YB einen herben Rückschlag erleiden. Zieht der Rekordmeister im Abstiegskampf schon bald seinen Trumpf aus dem Ärmel? Der CEO nimmt Stellung.

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«Ich kann diesen Mittwochabend immer noch nicht verstehen, genau nachvollziehen oder gar einordnen», sagte GC-CEO Marcel Meier heute Morgen gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Es sei wie verhext. «Wir haben das Spiel gut begonnen. Die Spieler waren wach, frisch, engagiert und auf den Punkt parat», sagt Meier. Dann sei das erste Gegentor gekommen. «Es war zwar klar abseits», stellt Meier richtig fest. Das könne aber nicht der alleinige Grund für den Leistungsabfall danach gewesen sein. «Es war, wie wenn man uns den Stecker herausgezogen hätte», sagt Meier und verweist sogleich auf das Durchschnittsalter der Mannschaft von 21,7 Jahren. «Die genaue Analyse des Spiels wird aber unser Cheftrainer Ciri Sforza machen.»

Es besteht kein Zweifel: Die Grasshoppers hätten einen Mann in der Hinterhand, der geradezu prädestiniert dazu wäre, die jungen Spieler jetzt zu führen. Johann Vogel. Der 98-fache Internationale, der nach einer grandiosen Karriere vor zweieinhalb Jahren völlig überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte, trainiert seit geraumer Zeit mit der Mannschaft von Ciri Sforza. Vogel, der eigentlich vorerst nur als Trainer für die U-15 vorgesehen war, sagte nach seinem Trainingsstart. «Wenn mich der Cheftrainer braucht, dann bin ich bereit zu helfen.» Johann Vogel hatte einst seine Karriere bei GC lanciert. Als 14-Jähriger trainierte er bereits mit der ersten Mannschaft.

«Vogel führt die Jungen in eine andere Welt»

«Ich bin mir auch bewusst, dass Johann jetzt tatsächlich genau der richtige Mann wäre», sagt auch Marcel Meier. Doch man dürfe Vogel nicht in eine Rolle drängen, für die er noch nicht zu hundert Prozent bereit sei. «Es wäre fantastisch, wenn uns Johann in dieser schweren Situation helfen könnte», sagt Meier. Doch man dürfe nicht vergessen, dass Vogel zweieinhalb Jahre keinen Ernstkampf mehr bestritten habe. «Johann hat im Training den Jungen schon viel beigebracht», lobt Meier. Seine Präsenz, seine technischen Fähigkeiten, seine taktische Cleverness seien geradezu phänomenal. «Mit seiner immensen Erfahrung und seiner Persönlichkeit führt er die Jungen in eine andere Welt», sagt Meier.

Doch man wolle Vogel zu nichts vergewaltigen. «Das Signal muss von Johann aus kommen. Er muss absolut überzeugt davon sein, dass er parat ist», sagt Meier. Man dürfe auf Johann hoffen, aber nicht gleich mit ihm rechnen. Zumindest vorerst nicht. «Was mich zuversichtlich stimmt, ist die Tatsache, dass Johann Vogel in seiner Karriere nie ernsthaft verletzt war. Sein Körper ist absolut noch gesund und in Topform.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.10.2011, 12:05 Uhr

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