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«Die Menschen sind tief verunsichert»

Thomas Bach ist als Präsident des IOK der mächtigste Sportfunktionär – und sieht Olympia trotz harscher Kritik des Westens als Erfolgsgeschichte. Trotzdem fordert er von der olympischen Familie neue Ideen.

Mit Thomas Bach sprach Christian Brüngger, Lausanne
Thomas Bach (60) drängt die IOK-Mitglieder zu Veränderungen, welche Olympia voranbringen sollen. Foto: Keystone
Thomas Bach (60) drängt die IOK-Mitglieder zu Veränderungen, welche Olympia voranbringen sollen. Foto: Keystone

Argwöhnisch beurteilte man zu Hause in Deutschland den Triumph von Thomas Bach. Nachdem er vor gut einem Jahr zum höchsten Sportfunktionär der Welt gewählt worden war, schrieb etwa die renommierte «Zeit»: «Bach steht für die Sinnentleertheit des Sports.» Die Aussage gründete darin, dass sich Bach zwar sukzessive an die Spitze des IOK ­gearbeitet hatte, der Kritik an sich und seinen Kollegen aber stets elegant aus­gewichen war. Kaum im Amt, schickte er die IOK-Familie aber in Klausur: Sie sollte ihn mit Ideen versorgen, wie die Spiele voranzubringen seien. Gestern stellte Bach in Lausanne die 40 ausgewählten Vorschläge vor. Über 40'000 waren im Rahmen der «Agenda 2020» eingegangen. Die Auswahl wird den IOK-Mitgliedern am 8./9. Dezember zur ­Abstimmung vorgelegt.

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