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Die verlorenen Jahre des Sports

Der zweite McLaren-Bericht zum Staatsdoping in Russland ist ein Bericht des Grauens. Auf die Sportverbände kommt viel Arbeit zu.

Es ist alles noch schlimmer als dokumentiert. Gestern präsentierte der Sonderermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) seinen zweiten Bericht zum russischen Sport und dessen Umgang mit illegalen Mitteln und Methoden. Hatte Jura­professor Richard McLaren schon im Juli zeigen können, dass Russland ein systematisches Dopen in den Jahren 2011 bis 2015 betrieb, lieferte er nun weitere Details des Grauens.

Rund 1000 russische Elitesportler waren gemäss McLaren in rund 30 Sportarten in dieses kriminelle System involviert. Es wurde erst lose und mit den Jahren immer enger vom Sportministerium gelenkt. Athletennamen nannte McLaren öffentlich keine, sondern leitete sie via Wada an die zuständigen internationalen Sportverbände weiter. Sie müssen nun alle Fälle auf mögliche Strafen hin abklären. Das wird den Sport in den nächsten Monaten beschäftigen.

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