Vatikan bricht Freundschaftsspiel seines Frauen-Fussballteams ab

Die Gegnerinnen aus Wien hatten gegen die Haltung der Kirche zu Abtreibung protestiert.

Demonstrierten für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung: Spielerinnen des FC Marienhelf. Video: ORF

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Vatikan hat ein Freundschaftsspiel seiner Frauen-Fussballmannschaft in Wien nach Protesten österreichischer Spielerinnen gegen die Haltung der Kirche zur Abtreibung abgesagt. Mehrere Spielerinnen des in Wien ansässigen Vereins FC Mariahilf hatten am Samstag während des Abspielens der Hymnen ihre Trikots angehoben und Botschaften auf Bauch und Rücken enthüllt.

«Das Spiel wurde abgebrochen, weil wir wegen des Sports hier sind und nicht wegen politischer oder anderer Botschaften», sagte Danilo Zennaro, Vertreter des vatikanischen Sportverbandes, im österreichischen Sender ORF. Eine Spielerin des FC Mariahilf sagte, sie hätten nicht damit gerechnet, dass die Protestaktion zu einer Absage des Spiels führen würde.

Die Frauenmannschaft des Vatikans war Anfang des Jahres gegründet worden - mehr als dreissig Jahre nach der Männermannschaft. Medienberichten zufolge wäre das Spiel in Wien das internationale Debüt der Vatikan-Frauen gewesen. (jd/AFP)

Erstellt: 23.06.2019, 17:14 Uhr

Artikel zum Thema

Computerspiel setzt sich für Homosexuelle ein

«Football Manager» will aufzeigen, dass ein Coming-out von Profifussballern positive Folgen haben kann. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blogs

Sweet Home Das Bauhaus ist 100

Geldblog Nestlé enttäuscht den Markt

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Herbstlich gefärbte Weinberge: Winzer arbeiten in Weinstadt, im deutschen Baden-Württemberg. (17. Oktober 2019)
(Bild: Christoph Schmidt/DPA) Mehr...