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YB gegen den FCB: Kapitel eines Klassikers

Die Young Boys und der FC Basel treffen sich zum ersten Spitzenspiel der Saison 2019/20. Ein Rückblick auf die letzten denkwürdigen Duelle der beiden Schweizer Top-Clubs.

Moritz Marthaler
Ein Juwel im Scheinwerferlicht: FCB-Verteidiger Murat Yakin und YB-Stürmer Stéphane Chapuisat kämpfen im Frühling 2003 im Neufeld-Stadion um den Ball. Am Schluss dürfen die Berner jubeln, dank zwei Toren von einem gewissen Johan Vonlanthen.
Ein Juwel im Scheinwerferlicht: FCB-Verteidiger Murat Yakin und YB-Stürmer Stéphane Chapuisat kämpfen im Frühling 2003 im Neufeld-Stadion um den Ball. Am Schluss dürfen die Berner jubeln, dank zwei Toren von einem gewissen Johan Vonlanthen.
Yoshiko Kusano, Keystone
Ein Künstler im Rausch: Am Schluss war es auch der ehemalige FCB-Spieler Hakan Yakin, der den Meistertitel im Jahr 2006 für die Basler verhinderte. Drei Tage vor der Finalissima gegen den FCZ gabs für Basel gegen YB eine 2:4-Klatsche, wobei Yakin einen herrlichen Freistoss ins Lattenkreuz und einen Assist beisteuerte.
Ein Künstler im Rausch: Am Schluss war es auch der ehemalige FCB-Spieler Hakan Yakin, der den Meistertitel im Jahr 2006 für die Basler verhinderte. Drei Tage vor der Finalissima gegen den FCZ gabs für Basel gegen YB eine 2:4-Klatsche, wobei Yakin einen herrlichen Freistoss ins Lattenkreuz und einen Assist beisteuerte.
Lukas Lehmann, Keystone
Ein Zeichen im Cup: In der Meisterschaft sind die Berner in der Saison 2017/18 untastbar, und auch im Schweizer Cup setzt YB ein Ausrufezeichen, als man die Basler im Halbfinal locker mit 2:0 abfertigt. Wenige Wochen später läuft es im Endspiel aber nicht nach Wunsch, YB verliert gegen den FCZ mit 1:2.Und auch das bislang letzte Cupduell entschied 2018 YB für sich: Im Halbfinal in Bern gab es ein 2:0.
Ein Zeichen im Cup: In der Meisterschaft sind die Berner in der Saison 2017/18 untastbar, und auch im Schweizer Cup setzt YB ein Ausrufezeichen, als man die Basler im Halbfinal locker mit 2:0 abfertigt. Wenige Wochen später läuft es im Endspiel aber nicht nach Wunsch, YB verliert gegen den FCZ mit 1:2.Und auch das bislang letzte Cupduell entschied 2018 YB für sich: Im Halbfinal in Bern gab es ein 2:0.
Peter Schneider, Keystone
Eine Demonstration im Spitzenkampf: Nach der verlorenen Meisterschaft in der Vorsaison wollen die Basler 2018/19 wieder angreifen uns sich den Status als die beste Schweizer Mannschaft zurückerkämpfen. Doch das missling, ziemmlich deutlich: Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams gibts eine 1:7-Schlappe für das Team von Marcel Koller. Ganz Bern tanzt, und die Basler treten mit hängenden Köpfen die Heimreise an.
Eine Demonstration im Spitzenkampf: Nach der verlorenen Meisterschaft in der Vorsaison wollen die Basler 2018/19 wieder angreifen uns sich den Status als die beste Schweizer Mannschaft zurückerkämpfen. Doch das missling, ziemmlich deutlich: Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams gibts eine 1:7-Schlappe für das Team von Marcel Koller. Ganz Bern tanzt, und die Basler treten mit hängenden Köpfen die Heimreise an.
Schneider, Keystone
Eine Meisterleistung im Hexenkessel: 2008 wollen die Berner die Durststrecke von mehr als zwei Jahrzehnten ohne Meisterschale endlich beenden, und ziemlich lange sieht es auch ganz gut aus, bis zu Finalissima gegen den FCB. Streller und Stocker schiessen ganz Basel in Ekstase, und Meistertrainer Christian Gross zeigt der Schweizer Sportwelt das Victory-Zeichen.
Eine Meisterleistung im Hexenkessel: 2008 wollen die Berner die Durststrecke von mehr als zwei Jahrzehnten ohne Meisterschale endlich beenden, und ziemlich lange sieht es auch ganz gut aus, bis zu Finalissima gegen den FCB. Streller und Stocker schiessen ganz Basel in Ekstase, und Meistertrainer Christian Gross zeigt der Schweizer Sportwelt das Victory-Zeichen.
Georgios Kefalas, Keystone
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Vor nicht allzu langer Zeit war der Klassiker noch ein Kellerduell. Ende der 90er begegneten sich YB und Basel noch in der Auf-/Abstiegsrunde, ehe der FCB unter Christian Gross zum Dominator aufstieg, die Young Boys unter diversen Trainern durch dunkle Zeiten gingen. Und so war die Hoffnung nicht eben gross für sie, in diesem Meisterschaftsspiel im Frühling 2003. Seit 1994 war ihnen kein Sieg mehr gegen den FCB geglückt. In der speziellen, oftmals verklärten Neufeld-Zeit gab es in Bern Holztribüne, Leichtathletikbahn – und damals wie im neuen Modus bald wieder: Finalrunde. YB führte nach der Pause, die Basler waren wie gelähmt und der damals 17-jährige Vonlanthen entschied das Spiel mit dem 2:0. YB feierte den Sieg wie einen Titel. Dem FCB fehlte am Ende der Saison ein Punkt auf GC zur Meisterschaft.

Tragik mit Sermeter

Seit 2001 und dem Aufstieg von YB sind sich Berner und Basler gleich in vier denkwürdigen Cup-Partien gegenübergestanden. 2002 im Halbfinal in Basel, es gab zwei Rote Karten, zwei verschossene Penaltys, zahlreiche Chancen und je ein Tor – die 120 Minuten boten schon Drama genug. Ersatzkeeper Lingenhag hielt im Penaltyschiessen noch einen Versuch – vergeblich. Basel siegte 5:4 und gewann später im Final nach 27 Jahren erstmals wieder den Cup.

Nur ein Jahr später, Viertelfinal, unverminderte Dramatik. Im Neufeldstadion sahen 10 000 Zuschauer sieben Tore, sahen, wie YB aus einem 0:2 ein 3:2 machte – und trotzdem noch 3:4 verlor. Tragische Figur mit drei Toren: YB-Flügel Sermeter. Hitzkopf mit Ampelkarte, damals noch im FCB-Trikot: Tempomacher Varela. Und Cupsieger 2003: Basel.

2009 lachte dann YB das Glück. Die Berner vergaben erst beste Chancen, trafen die Latte, verschossen einen Elfmeter. Doch der Held des Abends trug Gelb-Schwarz: Goalie Wölfli hielt drei Penaltys, Ekstase bei YB, einen Monat vor der Ernüchterung im Final gegen Sion. Und auch das bislang letzte Cupduell entschied 2018 YB für sich: Im Halbfinal in Bern gab es ein 2:0.

Euphorie mit João Paulo

Totalausfälle gab es im Klassiker auf beiden Seiten. 2005 passte bei YB im Stade de Suisse nichts zusammen. Delgado war beim 6:1 die überragende Figur, bereitete drei Treffer vor und erzielte einen selbst. Für den Titel sollte das nicht reichen – der FCZ überholte den FCB in der denkwürdigen Finalissima 2006. Auch dank der Young Boys, die drei Tage vor dem Gipfel mit 4:2 gegen den FCB siegten und damit den Basler Titelgewinn verhinderten. Hakan Yakin war überragend und sprang noch auf Köbi Kuhns WM-Zug auf.

August 2007, es ging für die Young Boys noch höher. 5:1 siegten sie zu Hause, João Paulo traf schon nach 68 Sekunden, buchte später ein Doppelpack und hievte YB auf den Leaderthron. Mit dem ­Titel wurde es freilich nichts. Und ­natürlich war da noch dieses 7:1 vor einem Jahr. YB zog auf 12 Punkte davon und machte damit schon im September deutlich, dass der Titel wieder nach Bern gehen würde.

Seilziehen mit Yapi

2008 griff YB gegen den FCB im Direktduell nach dem Titel. Es war nach einer bescheidenen Berner Vorrunde überraschend, waren die Kontrahenten Ende Saison gleichauf. Ein Sieg in der Finalissima und YB wäre nach 22 Jahren wieder Meister geworden. Doch Stocker traf früh, Streller doppelte nach. Basel schlug Bern, und das Bild, das blieb, war ein Zürcher: Christian Gross mit Pokal und Victory-Zeichen bei seinem letzten Titel mit dem FCB.

Zwei Jahre später ein ähnliches Bild. Angeführt von Feingeist Yapi und Überstürmer Doumbia spielte YB eine unwiderstehliche Halbserie, lag zur Winterpause sieben Punkte vor Basel. Dann wurde Yapis FCB-Wechsel im Sommer bekannt. Die Berner Nerven flatterten, in der Finalissima brachte YB wieder kein Bein vors andere. Erneut traf Stocker, später Chipperfield. Basel-Coach Fink stellte Shaqiri als linken Verteidiger auf – und liess sich als Meistertrainer feiern.

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Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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