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Kämpfen, fluchen und jubeln mit Mathias Seger

Der 40-minütige Dok-Film über den letzten Playoff-Tanz der ZSC-Legende ist ein Schmuckstück geworden. Sehen Sie ihn hier.

Quelle: Youtube/Mysports

Nach dem Abspann sieht man Mathias Seger nochmals kurz, in Zivil mit Frau Nina und den beiden Töchtern, wie sie sich verabschieden – für drei Monate nach Australien. Er winkt ein letztes Mal, dann wird der Zuschauer alleingelassen. Die Szene gemahnt an einen Westernhelden, der in den Sonnenuntergang reitet.

Der Bündner Filmemacher und Ex-Hockeyprofi Riccardo Signorell begleitete den 40-Jährigen mit der Kamera bei seinem letzten Playoff – und nicht nur für die ZSC Lions, auch für ihn ging alles auf. Der 40-minütige Dokumentarfilm, den Signorell im Auftrag von Mysports machte, ist ein Schmuckstück geworden. Er durfte bei persönlichen Momenten dabei sein: in der Kabine, im Bus, auf der Spielerbank, in Segers Garten, wo er ein Eisfeld gemacht hat und in der Dämmerung mit Kindern Hockey spielt.

Man erlebt ungefilterte Emotionen. Wie Seger an der Bande wie von Sinnen flucht, natürlich auf Englisch. Oder wie er im Final, als er meist überzählig ist, nach den Spielen in der Garderobe seine Kollegen herzt. Und dazwischen Rückblenden in die Vergangenheit: Seger auf dem Eis als Dreikäsehoch mit einem gelben Leibchen und der Nummer 15. Als Blondschopf mit dem Hockeystock in der heimischen Stube.

Segers grösster Muskel

Kurz kommt Wehmut auf, als er an Abschied denkt, dann wird wieder gejubelt, und zuletzt wild gefeiert. Ein Satz, den Seger im Kraftraum sagt, charakterisiert ihn wohl am besten: «Von der Biologie her bin ich nicht einer, der gleich einen Traumkörper bekommt, wenn er eine Hantel anschaut. Aber ich war schon immer überzeugt: Der grösste Muskel ist das Herz.»

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