«Unser bestes Spiel in diesem Final»

ZSC-Torhüter Lukas Flüeler lobte nach dem Triumph das Spiel seiner Vorderleute. Captain Patrick Geering dachte auch an Vorgänger Mathias Seger.

Glanzparade: ZSC-Goalie Lukas Flüeler verhindert den Ausgleich vier Minuten vor Schluss. (Video: SRF/Tamedia)

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Die Schlüsselszene in dieser intensiven Finalissimia ereignete sich vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit. Lukas Flüeler wehrte in der 56. Minute mirakulös einen Schuss von Luganos Topskorer Maxime Lapierre aus naher Distanz ab. «Ich hatte auch etwas Glück, dass ich den Puck abwehren konnte», gestand der Goalie der Lions, der im letzten Saisonmatch einen Shutout feiern konnte. Der Torhüter vergass indessen nicht, seine Vorderleute zu loben: «Es war unser bestes Spiel in dieser Finalserie. Ein grosses Kompliment an die ganze Mannschaft.» Für Flüeler ist dieser Titel auch eine Entschädigung für die enttäuschenden Leistungen in den letzten drei Saisons. «Wir haben uns heuer zurückgekämpft.»

Flüeler vergass in den Momenten des Glücks auch den Gegner nicht. «Vor allem die Linie um Lapierre spielte sehr stark. Sie war stets gefährlich.»

Geerings Gedanken an die abtretenden Spieler

Captain Patrick Geering dachte ebenfalls zuerst an die Mannschaft. «Ich freue mich für das ganze Team, aber speziell für Segi und Klein.» Für das abtretende Zürcher Idol Mathias Seger und Verteidiger Kevin Klein, der ebenfalls aufhört, war es das letzte Spiel im ZSC-Dress. Über Vorgänger Seger meinte Torschütze Geering: «Ich freue mich schon, wenn sein Leibchen unter das Dach des Hallenstadions gehängt wird. Ich war jedenfalls froh, dass er in dieser Saison noch einmal dabei war.»

Rückblickend über die Saison hielt der Ur-ZSCler fest: «Wir haben uns nie runterkriegen lassen und Moral bewiesen. Wir haben menschlich und charakterlich ein starkes Team. Viele haben uns noch vor wenigen Wochen abgeschrieben. Aber im Eishockey kann es eben schnell gehen», meinte Geering und schmunzelte.

Der Humor des ZSC-Idols

Und Seger selbst? Der Routinier freute sich über den wunderbaren Abschluss seiner grossartigen Laufbahn. «Es war ein perfektes Auswärtsspiel.» Der Fürstenländer, der nur ganz am Ende der Belle für 19 Sekunden zum Einsatz gekommen war, brillierte vor laufender Kamera noch einmal mit einer Prise Humor: «Ich hatte den schönsten Platz im Stadion – als Zuschauer auf der Ersatzbank. Ich bin wirklich stolz auf die Jungs.»

Sportchef Sven Leuenberger blickte kurz auf die letzten Wochen zurück: «Nachdem wir die Viertelfinals überstanden hatten, war das Team permanent locker drauf. Wir zogen es durch, zumindest bis zur 3:1-Führung im Final. Zu dem Zeitpunkt war allen klar: 'Jetzt wollen wir diesen Titel!'» Heute sei er zum Spiel erstaunlich ruhig gewesen. «Während des Spiels zitterte ich aber bis zum letzten Moment.»

Kossmanns Bedauern

Der scheidende Coach Hans Kossmann zeigte sich gegenüber SRF erstaunlich gefasst nach dem grössten Triumph in seiner Trainerkarriere. «Wir haben den Druck von uns weggenommen. Wir haben die richtige Einstellung gehabt und die Energie umsetzen können.»

Kossmann lobte seine Mannschaft für die Auftritte im gesamten Playoff. «Ich kann jetzt zurück nach Hause gehen und werde vier Monate lang ein Grinsen in meinem Gesicht haben.» Er habe jeden Tag beim ZSC genossen. «Aber ich werde diese Gruppe vermissen.» (fal/sda)

Erstellt: 27.04.2018, 23:19 Uhr

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