Zum Hauptinhalt springen

Englischer Untersuchungsbericht lässt kein gutes Haar an FIFA

Der Schlussbericht der englischen Parlamentskommission über die letzten WM-Vergaben lässt kein gutes Haar an der FIFA. Der Weltverband sei an einer Aufarbeitung der Korruptionsvorwürfe uninteressiert.

Der 31-seitige Bericht kommt zum Schluss, dass eine vollumfängliche unabhängige Untersuchung dringend nötig sei. Dass die Untersuchungen gegen Jack Warner unmittelbar nach dessen Rücktritt von der FIFA einfach eingestellt wurden, erachtet das englische Parlament als "äusserst befremdend". Daraus schliesst die Parlamentskommission: die FIFA habe kein Interesse, allfällige korrupte Machenschaften aufzudecken. Vielmehr mache es den Anschein, dass die FIFA alles Vorgefallene unter den Teppich wischen wolle...

Nicht gut weg kommt im Report auch Präsident Sepp Blatter. Blatters Vergangenheit lasse nicht die Hoffnung zu, dass die FIFA ähnlich reagieren werde wie das IOC, das auf korrupte Vorfälle rund um die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City reagierte und den Vergabemodus nachhaltig veränderte. Generell sei es schockierend, wie die FIFA-Exekutive ihre Geschäfte erledige.

Das britische Parlament hatte die Untersuchungskommission eingesetzt, um das Scheitern der englischen Bewerbung bei der WM-Vergabe letzten Dezember zu analysieren. Die FIFA vergab vor sieben Monaten die WM 2018 nach Russland und die WM 2022 nach Katar.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch