Zum Hauptinhalt springen

FCZ und Basel legen Rekurs ein

Der FCZ und Basel machen gegen die von der SFL-Disziplinarkommission (DK) verhängten Urteile "gemeinsame Sache".

Die beiden Spitzenklubs teilten an einer Medienkonferenz in Olten mit, gegen das jeweilige "Geisterspiel" zu rekurrieren.

Die DK reagierte mit je einem Heimspiel vor leeren Zuschauerrängen auf die Vorfälle beim letzten Aufeinandertreffen der Klubs am 17. Mai, dazu wurde der FCZ mit 80'000 Franken gebüsst. Hierbei handelt es sich um eine der höchsten Bussen in der Geschichte des Schweizer Fussballs. Die beiden Klubpräsidenten Ancillo Canepa (FCZ) und Bernhard Heusler (Basel) stellten in Olten unter anderem die Verhältnismässigkeit in Frage. "Wir leben in einem Staat, in dem das Prinzip der Verhältnismässigkeit herrscht. Dieses ist in den Fällen gegen uns nicht angewendet worden", sagte Heusler.

Der Jurist stört sich zudem an der Kausalhaftung, deren Anwendung überdacht werden solle. "Die unglaublich hohen Strafen hinterlassen den falschen Eindruck, die Klubs kämen ihren Pflichten nicht nach", sagte er der "Basler Zeitung". "Und dies ist ja nicht der Fall." An der gemeinsamen Medienkonferenz sagte Heusler, der FC Basel überlege sich, keine Gästefans mehr zuzulassen. "Als Verein haben immer wir den Schwarzen Peter. Wir erwarteten Unterstützung, nicht den Mahnfinger."

FCZ-Präsident Canepa forderte von der DK eine massive Verringerung der Busse und die Aufhebung der Geisterspiele. Die brisanten Fälle, die Canepa im "schlimmsten Fall vor das Internationale Sportgericht" (CAS) bringen will, dürften in drei bis vier Wochen behandelt werden. Die Rekurse gegen die Urteile haben aufschiebende Wirkung, womit das erste Heimspiel des FC Zürich am Dienstag, 14. Juli, gegen die Young Boys wie geplant im Letzigrund und mit normaler Stadionbelegung stattfinden darf. Der FC Basel spielt fünf Tage später gegen Aarau im heimischen St.-Jakob-Park. Auch er wird von der aufschiebenden Wirkung bis zum abschliessenden SFL-Urteil "profitieren".

Die "Basler Zeitung" listete in ihrer Ausgabe vom Dienstag die bisherigen zwölf Stadionsperren (inklusive der jüngsten beiden Urteile gegen den FCZ und Basel) in der Super League auf. Seit 2001 waren 7mal der FCB betroffen, 3mal der FCZ sowie je einmal Sion und die Young Boys.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch