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«Die Boykottdrohungen der Europäer kann man vergessen»

Der ehemalige Fifa-Mediendirektor Guido Tognoni sagt, warum Russland und Katar die WM behalten. Und was das Einzige ist, was der Fifa wirklich drohen könnte.

Russland! Fifa-Präsident Sepp Blatter zieht in Zürich den Gastgeber der Fussball-Weltmeisterschaft 2018. (2. Dezember 2010)
Russland! Fifa-Präsident Sepp Blatter zieht in Zürich den Gastgeber der Fussball-Weltmeisterschaft 2018. (2. Dezember 2010)
Michael Probst, Keystone
Der russische Minister Igor Schuwalow, erster Vize-Ministerpräsident, darf schon einmal den WM-Pokal halten. (2. Dezember 2010)
Der russische Minister Igor Schuwalow, erster Vize-Ministerpräsident, darf schon einmal den WM-Pokal halten. (2. Dezember 2010)
Walter Bieri, Keystone
Ministerpräsident Dmitri Medwedew besucht im September 2012 die Baustelle eines anderen WM-Stadions, die Zenit-Arena in St. Petersburg.
Ministerpräsident Dmitri Medwedew besucht im September 2012 die Baustelle eines anderen WM-Stadions, die Zenit-Arena in St. Petersburg.
Ekaterina Stukina, AFP
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Nach der Verhaftung von sieben Fifa-Funktionären und dem sich ausweitenden Korruptionssumpf beim Weltfussballverband mehren sich die Stimmen, die eine Neuvergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 fordern. Wer wäre dafür zuständig, Russland und Katar den grössten Sportanlass der Welt wieder wegzunehmen?

Bisher war das Exekutivkomitee der Fifa für die Vergabe der Turniere zuständig, in Zukunft wird es der Kongress sein. Aber die Situation, dass der Entzug einer WM wegen Verfehlungen von Fifa-Funktionären zur Debatte steht, hat es noch nie gegeben. Insofern betreten wir juristisches Neuland. Jedenfalls werden sich weder Russland noch Katar die WM wegnehmen lassen. Es kommt doch Putin nicht in den Sinn, das Turnier wieder zurückzugeben, und den Katarern ebenso wenig.

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