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Wechselseitige Wissenstransfers erhofft: Der FC Bayern München geht eine «aussergewöhnliche Partnerschaft» mit dem FC Dallas ein.

Gen Westen: Der FC Bayern orientiert sich mit der Partnerschaft mit dem Dallas FC weiter Richtung USA.

Gen Westen: Der FC Bayern orientiert sich mit der Partnerschaft mit dem Dallas FC weiter Richtung USA. Bild: Keystone

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Knapp 8550 Kilometer liegen zwischen Dallas in Texas und München in Bayern; wer die Strecke zurücklegen will, sollte also einen halben Tag im Flugzeug einplanen. Als der FC Bayern und der FC Dallas am Dienstag eine «bislang im Profifussball einzigartige Partnerschaft» bekannt gegeben haben, war mit der Einzigartigkeit auch gemeint: die Distanz. Partnervereine suchen sich die meisten Klubs sonst in der näheren Umgebung, so dass die Distanz nicht in Flugstunden, sondern eher in Autominuten gerechnet wird.

Dass die beiden Vereine die Partnerschaft eingehen, liegt daran, dass sie sich von dieser wechselseitige Wissenstransfers erhoffen. Beim FC Dallas denken sie dabei an das Sportliche. Im Dezember hatte der Klub zum Beispiel drei Talente nach München geschickt, die berichten durften von der hiesigen Nachwuchsakademie.

Der nächste Schritt nach dem Büro in New York

In Zukunft soll es auch für die Trainer Austauschprogramme geben; zusätzlich sind Freundschaftsspiele zwischen Jugendmannschaften geplant. Für den FC Bayern, sagt Jörg Wacker, Vorstand Internationalisierung und Strategie, sei die Kooperation «Teil unserer internationalen Strategie». Der Klub wird im Sommer zum dritten Mal eine USA-Tour absolvieren, um für sich, aber auch für die Bundesliga zu werben. In New York betreibt der Klub bereits ein eigenes Büro. «Durch diese Partnerschaft bekommen wir ein noch grösseres Verständnis für den amerikanischen Fussball und dessen Entwicklung», sagt Wacker.

Die Gemeinsamkeit zwischen den beiden Klubs, sagt der Vorstand, liege im Familiären, auf dem Kern also, auf den sich der FC Bayern weiterhin gerne beruft. Der FC Dallas wird geführt von den Brüdern Dan und Clark Hunt, die auch die Kansas City Chiefs in der National Football League verantworten. Vater der beiden war Lamar Hunt, der zu den Gründern der Major League Soccer gehörte. Dessen Vater wiederum, Haroldson Lafayette Hunt Jr. – genannt H.L. –, hatte mit Sport nicht ganz so viel zu tun, war als Ölmilliardär aber so prominent, dass ihn viele als Vorbild der Figur J.R. Ewing in der Fernsehserie Dallas sehen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.02.2018, 09:59 Uhr

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